Neuer Rahmenvertrag zwischen BWV und ZENTEK                                    

Koblenz. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau hat für die Zeit vom 01.01. – 31.12.2025 erneut einen Rahmenvertrag mit der Firma ZENTEK nach den Vorgaben des Verpackungsgesetzes abgeschlossen. Er dient der Erfüllung verpackungsrechtlicher Pflichten von gewerbsmäßigen Inverkehrbringern von mit Ware befüllten Verpackungen.

Für die korrekte Umsetzung des Verpackungsgesetzes sind 4 Arbeitsschritte notwendig:

1.) Prüfung, ob die Registrierung beim Zentralen Verpackungsregister (LUCID) vorliegt

2.) Prognose der Verpackungsmenge 2025 erstellen

3.) Einzelvertrag bei einem Lizenzierer (z.B. Zentek) abschließen

4.) Korrektur der Daten beim Zentralen Verpackungsregister (LUCID)

Die Anmeldung bei Zentek sollte bis zum 10.01.2025 erfolgen. Spätere Anmeldungen werden mit Verspätungszuschlägen belegt.

Weitere Informationen zu dem mit ZENTEK geschlossenen Rahmenvertrag erhalten Interessenten hier im Mitgliederbereich oder über die jeweilige Kreisgeschäftsstelle.

Hasenpest: Gefahr auch für Landwirte?

Die Gefahr an der Zoonose „Hasenpest“, die vom Hasen auf den Menschen übertragbar ist, zu erkranken, ist für Jäger, die einen Hasen schießen und verwerten sicherlich höher als für Landwirte. Trotzdem können sich auch Landwirte anstecken, denn auch die Inhalation von erregerhaltigem Staub, z.B. bei der Bearbeitung von Getreide (Ernte, Dreschen), kann zur Ansteckung führen, wie das LUA auf seiner Homepage mitteilt.

Die Übertragung des Erregers vom Tier auf den Menschen kann auf verschiedene Weise erfolgen.

  • An erster Stelle steht der unmittelbare Kontakt mit einem infizierten Tier. Das ist der häufigste Infektionsweg des Menschen. Menschen können sich durch direkten Kontakt mit erkrankten Tieren, ihren Organen oder Kot infizieren.
  • Auch die Zubereitung und der Verzehr von nicht genügend durchgegartem Fleisch birgt ein Infektionsrisiko.
  • Eine Übertragung kann auch durch die Inhalation erregerhaltigen Staubes oder kleiner Tröpfchen, in denen sich der Erreger befindet, erfolgen.
  • Auch in Vögeln und Amphibien wurde der Erreger schon nachgewiesen.
  • Auch durch Zecken und Stechmücken wird der Erreger übertragen.
  • In verunreinigtem Wasser bzw. Boden wurde der Erreger gefunden und hier ist er mehrere Wochen überlebensfähig.

Allen Infektionswegen ist gemeinsam, dass nur wenige Bakterien ausreichen, um eine Erkrankung hervorzurufen. Die Bakterien benutzen als Wirt vor allem Nager und Hasenartige wie Wildkaninchen, Eichhörnchen, Mäuse oder Biber. Über Zecken, Mücken, Flöhe, Läuse, Wanzen oder Milben gelangen sie zum Nagetier ihrer Wahl. Die für eine Ansteckung ausreichende Erregermenge beträgt lediglich etwa 10 Keime. Zum Vergleich: Um an einer Salmonellose zu erkranken, müssen mindestens 500.000 Keime aufgenommen werden. Es folgt nach der Ansteckung beim Menschen eine bakterielle Erkrankung, die aber, wenn sie früh erkannt wird, gut zu behandeln ist. Bekannt wurde die Hasenpest bei Menschen durch einen Vorfall im Jahre 2016, als sechs Erntehelfer nach einer Weinlese in Rheinhessen erkrankten. Sie hatten Weinmost getrunken.

BWV

Aufruf – Bauern und Winzer fordern Regulierung des Wolfsbestandes und praxisgerechten Pflanzen- und Hochwasserschutz

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau und der Rheinische Landwirtschaftsverband rufen zur Teilnahme an einer Kundgebung während der Umweltministerkonferenz der Bundes- und Landesumweltminister am

Donnerstag, 28. November ab 13:30 Uhr bis ca. 15:30 Uhr auf einem Nebengelände bei der 
RWZ-Agrartechnik Dernau, Im Auel 21, 53507 Dernau an der B267
auf.

Die bisher weitgehend ungestörte Ausdehnung der Wolfspopulationen und die immerwährende Einschränkung der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in Naturschutzgebieten müssen beendet werden.

Die Präsidenten der Verbände, Marco Weber und Bernhard Conzen werden ein Positionspapier beider Verbände zur Regulierung der Wolfsbestände an die Minister der Konferenz übergeben. Beide Präsidenten und der Kreisvorsitzende Franz-Josef Schäfer werden auf einem Platz an der B267 zu den Bauern und Winzern sprechen. Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, sind die Bauern und Winzer aufgerufen, sich an der Kundgebung zu beteiligen. Es werden Plakate zu den Themen „Wolf“ und „Pflanzenschutz“ im A0-Format zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmer werden gebeten, auch mit eigenen Plakaten oder Transparenten ihre Forderungen darzulegen.

Raumvermietung auf Bauern- und Winzerhöfen ohne eigene Gastronomie

Koblenz. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau führt am Dienstag, den 26. November 2024 von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr in der Hauptgeschäftsstelle des Verbandes in Koblenz das Seminar „Raumvermietung auf Bauern- und Winzerhöfen ohne eigene Gastronomie“ durch. Hildegard Runkel und Janine Dick von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz werden die variablen und festen Kosten der Raumvermietung erläutern und sie werden darstellen, wie der eigene Lohnansatz und Personalkosten ermittelt werden. Die Gesamtkostenermittlung werden anhand eines Beispiels erläutert, eigene Angebote für den Gast erstellt, Faktoren, die den Preis beeinflussen und rechtliche Grundlagen und Aspekte aufgezeigt.

Die Seminargebühr beträgt für Mitglieder des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau 145 Euro und für Nichtmitglieder 190 Euro.

 Informationen und Anmeldungen bitte an: Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V., Karl-Tesche-Straße 3, 56073 Koblenz, Telefon: 0261 9885-1112 (vormittags), E-Mail: meurer@bwv-net.de oder online hier.

Weingenuss und Literatur

„Tod am Laacher See“ und weitere Leckerbissen

Koblenz. Am Freitag, den 15. November ab 19.30 Uhr, wird der erfolgreiche Schriftsteller und Schauspieler Hans Jürgen Sittig in der Rotunde des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau aus den spannendsten Passagen aus seinem Roman „Tod am Laacher See“ und drei weiteren Eifelkrimis lesen, die alle sowohl in der Eifel als auch in Koblenz, Bitburg und Bonn spielen. Auch wenn es der Titel nicht erwarten lässt, kommt der Humor nicht zu kurz. Der in Bonn lebende Sittig wurde in Mayen geboren und ist Zeit seines Lebens der Eifel treu geblieben. Der Fernseh- und Theaterschauspieler debütierte 2011 als Buchautor, eine Leidenschaft, die ihn nicht mehr losließ.

Peter Weyh vom Weingut Weyh aus Winningen kredenzt seine auserlesenen Weine. Vor fünf Jahren übernahm Peter Weyh ein 1919 gegründetes Traditionsweingut. Alle Weine stammen aus den Winninger Terrassenweinbergen. Die verschiedenen Schieferböden, die Urgesteine der Mosel, prägen den einzigartigen Geschmack der Weine.

Die Teilnehmergebühr beträgt 18 Euro.

Informationen und Anmeldungen bitte an: Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V., Karl-Tesche-Straße 3, 56073 Koblenz, Telefon: 0261 9885-1112 (vormittags), E-Mail: meurer@bwv-net.de oder hier über unsere Homepage.

Rechte und Pflichten von Jagdgenossenschaften

Westerwald. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau führt am Mittwoch, den 13. November 2024 von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr im Landgasthof Cordes in Mittelhof ein Seminar über Rechte und Pflichten von Jagdgenossen durch. Rechtsanwalt Marcus Hehn vom BWV erläutert u.a. die Formen der Jagdnutzung im gemeinschaftlichen Jagdbezirk, die Gestaltung eines Pachtvertrages, die Verwendung der Einnahmen durch die Jagdnutzung, Pflege des Jagdkatasters, Haftung einer Jagdgenossenschaft.

Die Seminargebühr beträgt für Mitglieder des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau 30 Euro und für Nichtmitglieder 80 Euro.

Informationen und Anmeldungen bitte an: Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V., Karl-Tesche-Straße 3, 56073 Koblenz, Telefon: 0261 9885-1112 (vormittags), E-Mail: meurer@bwv-net.de oder hier über unsere Homepage.

Obstbau – Zukunft zwischen Politik und Klimawandel

Koblenz. Die Rheinisch-Nassauische Obstbautagung 2024 findet am 13. Dezember um 10 Uhr wieder auf dem Campus Klein-Altendorf 1 (Nord) statt. Die Landwirtschaft und insbesondere der Obstbau befinden sich im Spannungsfeld zwischen Politik und Klimawandel. Gerade das Jahr 2024 hat deutlich gemacht, wie anfällig der Obstbau für äußere Einflüsse jeglicher Art ist. Christine Schneider, Parlamentarische Geschäftsführerin im Europäischen Parlament und Mitglied in den Ausschüssen ENVI und AGRI wird in ihrem Vortrag über ihre Arbeit im Europäischen Parlament und ihren Einsatz für die Landwirtschaft und den Obstbau berichten.

Über Risikomanagement und tragbare Konzepte für Obstbaubetriebe wird Dr. Christian Kaiser, Bezirksdirektor der Vereinigen Hagelversicherung, sprechen. Gerade die Extremwettersituationen machen die Bestandsentwicklungen der Obstkulturen immer weniger planbar. Das wurde in diesem Jahr wieder einmal sehr deutlich. Christian Kaiser wird mögliche Wege und Konzepte darstellen.

Während der Eröffnung der Veranstaltung wird der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Obstbau, Norbert Schäfer, die wichtigsten Anliegen der Obstbauern in Rheinland-Nassau aufzählen und der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes, Marco Weber, wird über die aktuellen politischen Schwerpunktthemen berichten, die auch Einfluss auf die Arbeit der Obstbaubetriebe haben werden.

Zu dieser Tagung sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, mit den Referenten und anwesenden politischen Vertretern zu diskutieren.

Programm Rheinisch-Nassauische Obstbautagung 2024 neu

Besucheransturm auf das Erntedankfest des Berufsstands

Trier. Bei strahlendem Sonnenschein fand am vergangenen Samstag das zentrale Erntedankfest des bäuerlichen Berufsstands statt, das vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau (BWV), dem Landfrauenverband Rheinland-Nassau und dem Landjugendverband Rheinland-Nassau organisiert wurde. Das vielfältige Angebot des Bauernmarkts und zünftige Musik zogen mehrere tausend Trierer und Gäste an.

Der jährlich vor der Porta Nigra stattfindende Bauernmarkt mit seinen regionalen Produkten ließ keine Wünsche offen. Im Tierzelt konnten sich die Besucher über die heimische Tierhaltung informieren, während der Streichelzoo den kleinsten Besuchern viel Freude bereitete. Am Agrarmobil des Landjugendverbandes und am Stand des Bauern- und Winzerverbandes konnten sich die Besucher über die Leistungen der Landjugend und die verschiedenen Aspekte der modernen Landwirtschaft informieren. Die Landfrauen waren mit ihrem Frauenpower-Bus zugegen. Hier gab es einen regen Austausch mit den Gästen der Stadt Trier und viele Informationen über die Projekte und die Arbeit der Landfrauen für den ländlichen Raum.

In seiner Begrüßungsrede wies BWV-Präsident Marco Weber auf die Bedeutung der Umwelt für die Landwirtschaft und den Weinbau hin. „Boden, Wasser und Luft sind wichtige Ressourcen für eine gute Ernte. Wir produzieren mit der Natur und mit unserem Wissen um die Natur und unsere Kulturen.“ Die Landwirtschaft stelle sich den Herausforderungen, die neue Anbaumethoden und -techniken mit sich brächten. Die Erfolge, die die landwirtschaftlichen und weinbaulichen Betriebe erzielten, gäben Anlass, die Ernte mit einem großen Fest zu feiern. Bedauerlicherweise werde die Freude durch immer weitere staatliche Auflagen und zunehmende Bürokratie getrübt.

Weber brachte seine Begeisterung über die Zusammenarbeit mit den Landfrauen und der Landjugend zum Ausdruck als er betonte, dass beide Verbände immer wieder voller Energie für die heimischen Lebensmittel und deren Qualität werben würden. Neben allen Teilnehmern am Erntedankfest dankte Weber insbesondere auch dem Kreisvorsitzenden Walter Clüsserath und Kreisgeschäftsführer Gerhard Brenner und deren Team für die Organisation des Erntedankfests.

Landfrauenpräsidentin Gudrun Breuer führte mit den anwesenden Ehrengästen ein moderiertes Grußwort durch. Auf ihre Frage an Stadtbürgermeisterin Elvira Garbes, ob der Weinbau ihrer Region in Gefahr sei, antwortete diese, dass der Weinbau ein wichtiges Standbein für den Tourismus an der Obermosel sei. Auch wenn kleinere Betriebe schließen würden, sei der Weinbau gerade in den touristischen Zentren von zentraler Bedeutung und er habe daher auch eine erfolgreiche Zukunft vor sich. Darüber hinaus zähle sie auf die Winzer, die sich für den Erhalt des Apollofalters einsetzten.

Die Landjugendvorsitzende Maria Müller reagierte auf die Frage, ob die Jugend noch motiviert sei, mit einem deutlichen Ja. Die Arbeit mit der Natur sei motivierend und abwechslungsreich. Auch die Ausbildungszahlen sprächen eine deutliche und positive Sprache. Die Berufe Landwirt und Winzer seien erstrebenswert und hätten daher Zukunft. Gerade die Arbeit in den Grünen Berufen sei sehr befriedigend, weil sich der engagierte berufliche Einsatz und der Fleiß direkt in Ergebnissen widerspiegelten.

Landrat Stefan Metzdorf lobte die gute Zusammenarbeit zwischen den Landwirten, Winzern und der Kreisverwaltung. Der Kreis Trier-Saarburg sei sehr mit der Landwirtschaft verbunden. Die Weinkultur spiele gerade in Trier eine besondere Rolle, weshalb der Kreis höchstes Interesse am Erhalt der Betriebe habe. Daher sei die Kreisverwaltung auch in stetem Austausch mit dem Kreisbauern- und Winzerverband. Der Kreis bringe sich außerdem in die Lobbyarbeit des bäuerlichen Berufsstands auf Bundes- und Landesebene ein.

Walter Clüsserath, Kreisvorsitzender und Vorstandsmitglied der Landwirtschaftskammer, machte deutlich, dass die Kammer die nachhaltige Entwicklung des bäuerlichen Berufsstands fördere. Sie bitte die Bevölkerung um Verständnis für die Arbeit in der Landwirtschaft. Er habe in diesem Jahr in einem Versuch in einem abgegrenzten Bereich auf seinem Betrieb Reben mit nur 50 % der notwendigen Pflanzenschutzmittelmenge gegen Pilzerkrankungen behandelt, so Clüsserath. Dort habe er nach Beendigung des Versuchs keine einzige Traube lesen können. Es gebe nun einmal Grenzen in der Produktion, die nicht überschritten werden dürften, da Landwirtschaft und Weinbau sonst nicht mehr praxisgerecht durchgeführt werden könnten. Kein Landwirt oder Winzer führe gerne Pflanzenschutzmaßnahmen durch. Dennoch sei Pflanzenschutz notwendig und auch künftig Teil der Produktion.

Die rheinland-pfälzische Milchkönigin Klara Scholtes erläuterte auf die Frage, was sie in den vergangenen zwei Jahren erlebt habe, wie sehr ihr die Arbeit als Milchkönigin ans Herz gewachsen sei. Ihre Lieblingstermine seien ihre Besuche in den Schulen gewesen. Es habe ihr sehr viel Spaß bereitet, gerade mit wissbegierigen, neugierigen Kindern zu arbeiten. Das sei ihr eine wahre Freude gewesen. Moselweinkönigin Anna Zenz reagierte auf die Frage, weshalb der Weinverbrauch zurückgehe, mit strategischen Überlegungen. Die aktuelle Entwicklung treibe die Winzer um, so Zenz. Mit alkoholfreien Weinen, Seccos und Mixgetränken könne aber gerade die junge Generation wieder verstärkt für den Weingenuss gewonnen werden. Die Menschen hätten Interesse an Festen und Freude am Leben. Das spiele der Weinwirtschaft in die Karten. Der Weg des Weins werde auch trotz der aktuellen Situation ein Weg in die Zukunft sein.

Nach den Grußworten überreichte Präsident Marco Weber Stadtbürgermeisterin Elvira Garbes die Erntekrone des bäuerlichen Berufsstands, die in diesem Jahr von der Landjugend des Rhein-Hunsrück-Kreises gestaltet wurde. Die Größe und Qualität der Erntekrone begeisterten die Anwesenden. So überraschte es nicht, dass die Landjugendlichen berichteten, mehrere hundert Stunden an der Krone gearbeitet zu haben.

Von großer Bedeutung ist während des Erntedankfests auch der Erntedankgottesdienst. Weihbischof Robert Brahm dankte vor dem Gottesdienst allen, die an der Gestaltung der Messe beteiligt waren. Allen voran seien die Landfrauen und der Musikverein Birresborn zu nennen. Mit der Frage, ob denn alle Bauern- und Winzerfamilien ausreichend entlohnt würden, gab der Weihbischof den Gottesdienstbesuchern zu denken. Er habe Zweifel daran, dass die Produzenten tatsächlich ihre gerechte Entlohnung erhielten. So stellte er die kritische Frage, ob die Verbraucher denn tatsächlich bereit seien, für gutes heimisches Fleisch und weitere Grundnahrungsmittel Preise zu bezahlen, die der Produktion auch angemessen seien. Ob es nicht sinnvoll sei, auf Luxus zu verzichten, um heimische Nahrungsmittel ihrem Wert entsprechend zu entlohnen, fragte Brahm. Wie sei es sonst zu erklären, dass Lebensmittel verdürben, während Menschen auf der Welt verhungerten. Es sei an der Zeit, die Landwirtschaft und die Tierhaltung nachhaltig zu gestalten, um die Schöpfung insgesamt zu würdigen. Der Weihbischof rief die Menschen am Ende seiner Predigt auf, achtsam mit Boden, Geschöpfen und den produzierenden Menschen umzugehen. Dann könne auch für ein wertvolles Stück Brot und einen hochwertigen Wein gedankt werden.

Das Erntedankfest des bäuerlichen Berufsstands wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau sowie den nachgelagerten Dienststellen unterstützt.

Rechte und Pflichten von Jagdgenossenschaften

Westerwald. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau führt am Mittwoch, den 13. November 2024 von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr im Landgasthof Cordes in Mittelhof ein Seminar über Rechte und Pflichten von Jagdgenossen durch. Rechtsanwalt Marcus Hehn vom BWV erläutert u.a. die Formen der Jagdnutzung im gemeinschaftlichen Jagdbezirk, die Gestaltung eines Pachtvertrages, die Verwendung der Einnahmen durch die Jagdnutzung, Pflege des Jagdkatasters, Haftung einer Jagdgenossenschaft.

Die Seminargebühr beträgt für Mitglieder des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau 30 Euro und für Nichtmitglieder 80 Euro.

Informationen und Anmeldungen bitte an: Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V., Karl-Tesche-Straße 3, 56073 Koblenz, Telefon: 0261 9885-1112 (vormittags), E-Mail: meurer@bwv-net.de oder online hier.

Bauern und Winzer feiern in Trier das zentrale Erntedankfest!

Trier. Am Samstag, den 5. Oktober 2024 findet ab 10.00 Uhr das Zentrale Erntedankfest des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, des LandFrauenverbandes und des Landjugendverbandes in Trier statt. An der Porta Nigra präsentiert der große Bauernmarkt die Vielseitigkeit der heimischen Erzeugung: Kartoffeln, Obst, Gemüse, Edelbrände, Wein, Viez, Sekt, Federweißer, Ziegenkäse, Küchenkräuter, Wurst, Honig und Wollkleider. Der Bauernmarkt ist voller Attraktivitäten und lässt nichts zu wünschen übrig.

Nach dem von den LandFrauen feierlich begleiteten Erntedankgottesdienst um 13.00 Uhr im Trierer Dom, zu dem alle Bürgerinnen und Bürger und Gäste der Stadt Trier herzlich eingeladen sind, findet gegen 14.00 Uhr ein Umzug zur Porta Nigra statt. Anschließend begrüßt der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Marco Weber, neben weiteren Grußwortrednern die Gäste des zentralen Erntedankfestes und überreicht der Bürgermeisterin der Stadt Trier Elvira Garbes die Erntekrone der Landjugend Rheinland-Nassau.

Die Landjugend und der Bauern- und Winzerverband präsentieren Musik, Tanz und Folkloredarbietungen auf der Bühne vor der Porta Nigra. Ein großes Informationszelt und die Direktvermarkter bieten sowohl den Erwachsenen als auch den Kindern interessante Einblicke in die landwirtschaftliche Produktion und die Tierhaltung.

Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt das zentrale Erntedankfest.

Flyer Bauernmarkt 2024