Neues „Shamonda-like“-Virus bei Rindern nachgewiesen

Wichtiger Hinweis für alle Tierhalter von Rindern, Schafen und Ziegen:

Das in genetischen Untersuchungen aus erkrankten Rindern neu nachgewiesene „Shamonda-like“-Virus wird derzeit isoliert, um intensiv wissenschaftlich untersucht werden zu können. Viele der aktuell kursierenden Informationen beruhen noch auf ersten Beobachtungen und wissenschaftlichen Vermutungen in Analogie zum verwandten Schmallenbergvirus. Belastbare Aussagen sind zum jetzigen Zeitpunkt nur eingeschränkt möglich.

Eine Beprobung von Einzeltieren eines Bestandes mit akutem Fieber ist derzeit ausdrücklich erwünscht und dient ausschließlich der weiteren Aufklärung des Krankheitsgeschehens. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand gibt es keine tierseuchenrechtlichen Regelungen bezüglich des Einzelbetriebes oder Handelsbeschränkungen die Regionen betreffen würden. Die Verbringung von akut erkrankten Tieren ist sowieso nicht gestattet.

Jede gezielt ausgewählte und eingesandte Probe (1-4 Proben/Betrieb) zur PCR-Differentialuntersuchung trägt dazu bei, das Virus besser zu verstehen, seine Verbreitungsdynamik einzuschätzen und künftig geeignete Maßnahmen zum Schutz der Tierbestände entwickeln zu können. Bitte unterstützen Sie die Untersuchungen, wenn in Ihrem Bestand entsprechende Krankheitsanzeichen auftreten.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat Anfang August erstmals in Deutschland, zeitgleich mit Frankreich, ein neues Orthobunyavirus der Simbu-Serogruppe („Shamonda-like“) nachgewiesen. Da sich die Lage derzeit sehr dynamisch entwickelt und noch viele Fragen offen sind, möchten wir Sie über den aktuellen Kenntnisstand informieren.

Wichtig: Zum jetzigen Zeitpunkt liegen noch sehr wenige wissenschaftliche Erkenntnisse über das neu nachgewiesene Virus vor. Viele derzeit diskutierte Zusammenhänge beruhen auf ersten Beobachtungen und Spekulationen, die erst durch weitere Untersuchungen bestätigt oder widerlegt werden müssen. Die nachfolgenden Informationen spiegeln daher den derzeitigen Wissensstand wider und können sich mit zunehmenden Forschungsergebnissen ändern.

Seit Juli wurden in mehreren Milchviehbetrieben in Süddeutschland sowie bereits zuvor in Frankreich und der Schweiz vermehrt Erkrankungen mit Fieber, Durchfall und teilweise deutlichen Milchleistungsrückgängen beobachtet. Zunächst wurde ein Auftreten des Schmallenberg-Virus vermutet. Weiterführende erbgenetische Untersuchungen mit Sequenzanalyse des gefundenen Erbgutes in akut erkrankten Tieren zeigten jedoch, dass ein bislang unbekanntes Virus aus der Simbu-Serogruppe die Ursache dieser Erkrankungen sein muss und wie die Erkenntnisse aus Frankreich bestätigen.

Für Rheinland-Pfalz ist derzeit noch unklar, ob und in welchem Umfang das Virus bereits vorkommt. Deshalb bittet das Landesuntersuchungsamt (LUA) betroffene Betriebe um Unterstützung bei der weiteren Aufklärung. Pressemitteilung LUA: Neues Virus wurde bei Rindern in Süddeutschland nachgewiesen.

Das neu nachgewiesene Virus gehört zu einer Virusgruppe die ursprünglich vor allem in Afrika, Asien und Australien gefunden wurden. Übertragen werden sie, ähnlich wie das Blauzungen- oder Schmallenberg-Virus, durch blutsaugende Gnitzen. Betroffen sind vor allem Rinder, Schafe und Ziegen.

Bei erwachsenen Tieren wurden bisher überwiegend folgende Symptome beobachtet:

  • Fieber,
  • Durchfall,
  • teilweise deutliche Rückgänge der Milchleistung.

Infektionen mit Viren der Simbu-Serogruppe führen bei erwachsenen Tieren in der Regel zu einer kurzen Virämie und meist nur zu milden bis moderaten klinischen Erscheinungen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt tragenden Tieren. Aufgrund der Verwandtschaft zum Schmallenberg-Virus wird derzeit vermutet, dass Infektionen während der Trächtigkeit möglicherweise zu Aborten, Totgeburten oder Fehlbildungen der Nachkommen führen könnten. Ob dies tatsächlich auch für das neu nachgewiesene Virus zutrifft, ist derzeit jedoch nicht belegt und wird aktuell intensiv untersucht.

Da die Gnitzensaison voraussichtlich noch bis Ende November andauert, muss mit einer weiteren Verbreitung des Virus gerechnet werden. Das Friedrich-Loeffler-Institut arbeitet derzeit mit Hochdruck an der weiteren Isolierung und Charakterisierung des Erregers sowie an der Entwicklung geeigneter Diagnoseverfahren. Ob zukünftig ein Impfstoff notwendig oder verfügbar sein wird, kann derzeit noch nicht beurteilt werden.

Für den Menschen besteht nach heutigem Wissensstand kein relevantes Infektionsrisiko durch diese Viren. Dennoch wird, wie bei allen neu auftretenden und bislang unzureichend charakterisierten Viren, ein mögliches zoonotisches Potenzial vorsorglich wissenschaftlich untersucht.

Was sollten/können betroffene Betriebe jetzt tun?

Beobachten Sie Ihre Tiere aufmerksam. Sollten aktuell oder in den vergangenen Wochen folgende Symptome in Ihrem Bestand aufgetreten sein,

  • Fieber und Durchfall bei Rindern,
  • deutliche Rückgänge der Milchleistung,
  • Aborte, Totgeburten oder missgebildete Kälber beziehungsweise Lämmer,

informieren Sie bitte zeitnah Ihren Hoftierarzt.

Passen Sie Ihr Fruchtbarkeitsmanagement den aktuellen Gegebenheiten an, insbesondere auch in Mutterkuhbetrieben. Beobachten Sie Ihre Tiere sorgfältig und lassen Sie bei Verdachtsfällen frühzeitig Proben untersuchen. Bei Unsicherheiten empfiehlt sich zudem eine Trächtigkeitsuntersuchung (TU).

Der Einsatz von Repellentien in Analogie zur Blauzungenkrankheit und eine symptomatische Therapie sind zielführend.

Blutproben können über das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (LUA) untersucht werden. Auch Proben von geeigneten Tieren (siehe oben) die innerhalb der vergangenen 14 Tage eingesandt wurden, können nachträglich noch auf das neue Virus untersucht werden.

Wir werden die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen und Sie fortlaufend über neue Erkenntnisse informieren. Weitere Informationen zum Shamonda-Virus (SHAV) finden Sie im Steckbrief des verwandten Shamonda-Virus Friedrich-Loeffler-Instituts: Steckbrief: Shamonda-Virus (SHAV)

Quellen: Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (LUA).

Neu: BWV-Sticker – Anbindung an UPS

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V. bietet ab dem 06.07.2026 seinen Mitgliedern in Kooperation mit UPS ein neues Angebot zur Erstellung für den nationalen Paketversand über das bewährte Portal „BWV-Sticker“ an. Über BWV-Sticker können sich die Mitglieder online ihre benötigten UPS-Versandaufkleber nach Bedarf eigenständig erstellen.

Die Vorteile durch die Nutzung von BWV-Sticker sind folgende:

  • Versenden von Paketen zu günstigen Rahmenvertragskonditionen des BWV mit UPS
  • die Versandaufkleber können direkt nach Freischaltung durch den BWV erstellt werden
  • Keine monatliche Grundgebühr
  • Keine Mindestmenge an zu erstellenden Paketaufklebern
  • Korrekte Beschriftung des Paketaufklebers über den PC
  • Kunde kann über Zustellzeitpunkt per Mail informiert werden
  • Mitglied hat über BWV-Sticker Übersicht, welche Pakete ausgeliefert sind
  • Anbindung an folgende Weinbauprogramme: DWine System, Weinmann pro, Winitas

Achtung: Die Schadenabwicklung erfolgt wie bisher ausschließlich durch das Mitglied im direkten Kontakt mit UPS.

Anmeldung bei BWV-Sticker:

Alle Mitglieder können sich über den BWV-Internetauftritt des Verbandes www.bwv-net.de im Mitgliederbereich (durch Eingabe Ihrer BWV-Mitgliedsnummer) zur Nutzung von BWV-Sticker unter dem Stichwort „Paketversand BWV-Sticker“ anmelden.

Sobald das Portal für das einzelne Mitglied freigeschaltet ist, kann mit der Erstellung von Paketaufklebern über BWV-Sticker begonnen werden.

BWV-Sticker bietet eine Zusammenstellung der im Rahmen der Nutzung „häufig gestellten Fragen“ an und vereinfacht somit das Arbeiten mit dem neuen EDV-Portal zum Erstellen von Paketaufklebern. Weitere Rückfragen können jederzeit über bwv-sticker@bwv-net.de an den Verband geleitet werden.

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BWV-Service

100 Jahre Peter Stolz GmbH: BWV würdigt starken Partner der Landwirtschaft in der Eifel

Gillenfeld/Koblenz. Die Peter Stolz GmbH aus Gillenfeld hat am 27. Juni 2026 ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. In Vertretung des Präsidenten des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Marco Weber, nahm BWV-Vizepräsident Harald Schneider an der Jubiläumsfeier teil und überbrachte die Glückwünsche des Verbandes.

Seit der Gründung im Jahr 1926 ist die Peter Stolz GmbH eng mit der Landwirtschaft in der Eifel und an der Mosel verbunden. Was einst in einer kleinen Lagerhalle an der Bahnstrecke in Gillenfeld begann, entwickelte sich zu einem modernen Landhandelsunternehmen, das Landwirte, Winzer und Menschen in der Region seit einem Jahrhundert zuverlässig mit Energie, Saatgut, Düngemitteln, Betriebsmitteln und vielen weiteren Leistungen versorgt.

In seinem Grußwort würdigte Harald Schneider die besondere Bedeutung des Unternehmens für die regionale Landwirtschaft: „Ein funktionierender Landhandel ist für unsere Betriebe weit mehr als nur ein Lieferant. Er ist Partner, Dienstleister, Ansprechpartner und oft auch Problemlöser vor Ort. Die Firma Stolz steht seit 100 Jahren für Verlässlichkeit, regionale Verbundenheit und Treue zu den Landwirten in der Eifel und an der Mosel. Im Namen des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau gratuliere ich sehr herzlich zu diesem beeindruckenden Jubiläum und danke der Familie Stolz sowie der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre jahrzehntelange Unterstützung unserer landwirtschaftlichen Betriebe.“

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In seinem Grußwort würdigte BWV Vizepräsident Harald Schneider die besondere Bedeutung der Peter Stolz GmbH für die regionale Landwirtschaft. © Foto Gossler

Zugleich fand Schneider auf der Jubiläumsfeier deutliche Worte zur angekündigten Schließung des RWZ-Agrarstandortes Wittlich zum 1. September 2026. Diese Entscheidung hinterlasse nach seiner Einschätzung eine erhebliche Lücke in der landwirtschaftlichen Infrastruktur der Region. Viele Betriebe wüssten derzeit noch nicht, wie sie den Wegfall dieses Standortes im Alltag, insbesondere bei Betriebsmitteln, Getreideerfassung und Logistik, zuverlässig kompensieren sollten. Besonders verärgert zeigte sich Schneider über die Art und Weise der Kommunikation: Die lange Geheimhaltung, die fehlende frühzeitige Einbindung der betroffenen Landwirte und die unterbliebene Anhörung der berufsständischen Vertretung seien aus Sicht des BWV nicht akzeptabel. Wer jahrzehntelang auf die Treue landwirtschaftlicher Betriebe gebaut habe, dürfe eine solch weitreichende Entscheidung nicht über deren Köpfe hinweg treffen. Gerade am Tag des Stolz-Jubiläums werde sichtbar, wie wichtig verlässliche, regionale und partnerschaftlich handelnde Landhandelsstrukturen für die Landwirtschaft seien.

Die Geschichte der Peter Stolz GmbH ist eng mit der Entwicklung der Region verbunden. Firmengründer Peter Stolz erkannte früh, dass die Bauern der Eifel einen verlässlichen Partner brauchten, der ihre Erzeugnisse vermarktete und sie zugleich mit den notwendigen Betriebsmitteln versorgte. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zeigte das Unternehmen eine besondere Nähe zu seinen Kunden: Wer erst nach der Ernte zahlen konnte, bekam Zeit. Der Leitsatz des Gründers „Gute Leute sind mehr wert als bares Geld in der Tasche“ wurde damit zur gelebten Unternehmensphilosophie.

Über die Jahrzehnte wuchs das Unternehmen stetig weiter. Neben dem klassischen Landhandel kamen unter anderem der Handel mit Energie, der Landmaschinenbereich, die Tankstelle in Gillenfeld sowie leistungsfähige Anlagen zur Getreideerfassung hinzu. Auch technischer Fortschritt und unternehmerischer Mut prägten die Entwicklung: Mit Investitionen in Silos, Trocknungs- und Desinfektionsanlagen, moderne Waagetechnik, Fuhrpark und Lagerkapazitäten stellte sich die Firma Stolz immer wieder auf die veränderten Anforderungen der Landwirtschaft ein.

Auch heute bleibt das Unternehmen ein wichtiger Bestandteil der landwirtschaftlichen Infrastruktur in der Region. Mit der modernen Getreidehalle, einer digitalisierten Lkw-Waage und einem weiterentwickelten Fuhrpark setzt die Peter Stolz GmbH den Weg zwischen Tradition und Zukunft konsequent fort.

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau sieht in der Peter Stolz GmbH ein Beispiel dafür, wie mittelständische Familienunternehmen den ländlichen Raum stärken, Wertschöpfung in der Region halten und landwirtschaftlichen Betrieben Planungssicherheit geben können. Gerade in Zeiten volatiler Märkte, steigender Anforderungen und wachsender Bürokratie seien verlässliche regionale Partner von besonderer Bedeutung. Der BWV gratuliert der Peter Stolz GmbH herzlich zum 100-jährigen Bestehen und wünscht dem Unternehmen, der Familie Stolz, der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterhin viel Erfolg, unternehmerische Weitsicht und eine gute Zukunft an der Seite der Landwirtschaft.

Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal

In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 veränderte sich das Leben Tausender Menschen innerhalb weniger Stunden. Extreme Regenfälle ließen die Ahr und zahlreiche weitere Gewässer über die Ufer treten. Ganze Ortschaften wurden überflutet, Häuser, Straßen, Brücken und Existenzen zerstört.

135 Menschen verloren allein in Rheinland-Pfalz ihr Leben, 134 davon im Landkreis Ahrweiler. Hunderte wurden verletzt, Zehntausende waren unmittelbar von der Katastrophe betroffen. In Teilen der Ahrregion fielen innerhalb von 24 Stunden bis zu 150 Liter Regen pro Quadratmeter – mehr als doppelt so viel wie dort durchschnittlich im gesamten Monat Juli. Deutschlandweit starben 185 Menschen.

Heute, am 14. Juli 2026, gedenken wir der Opfer. Unsere Gedanken sind bei ihren Familien und Freunden, bei den Verletzten, den Menschen, die ihr Zuhause oder ihre wirtschaftliche Existenz verloren haben, und bei allen, die die Bilder und Erlebnisse jener Nacht bis heute begleiten.

Zugleich erinnern wir an eine beispiellose Welle der Solidarität. Feuerwehrleute, Rettungskräfte, Polizei, Bundeswehr, THW, Hilfsorganisationen und unzählige freiwillige Helferinnen und Helfer kamen in die betroffenen Gebiete.

Auch die Landwirtschaft und der Weinbau standen zusammen. Bereits am Tag nach der Katastrophe richtete der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau eine Hilfsplattform ein. Mehr als 100 Berufskolleginnen und Berufskollegen boten darüber unmittelbar ihre Unterstützung an. Der Kreisverband Ahrweiler leistete in dieser Zeit Übermenschliches und auch die hauptamtlichen Mitarbeiter des BWV packten im Ahrtal mit an.

Bäuerinnen und Bauern sowie Winzerinnen und Winzer zogen in Massen mit Traktoren, Radladern, Anhängern, Pumpen und weiterem schweren Gerät ins Ahrtal und in die Eifel. Sie räumten Schlamm und Trümmer beiseite, transportierten Hilfsgüter, stellten Maschinen zur Verfügung und halfen dort, wo Hilfe gebraucht wurde – häufig ohne nach Entschädigung zu fragen und ungeachtet der Arbeit, die gleichzeitig auf den eigenen Betrieben wartete.

Über den Bäuerlichen Hilfsfonds des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau und die Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes konnte rund 150 betroffenen Bauern- und Winzerfamilien finanziell geholfen werden. Möglich wurde dies durch die große Spendenbereitschaft vieler Menschen, Unternehmen und Organisationen.

Fünf Jahre später ist bereits vieles neu entstanden. Doch der Wiederaufbau ist noch nicht beendet. Bis zum 1. Juli 2026 wurden für das Ahrtal mehr als 3,7 Milliarden Euro Aufbauhilfe bewilligt. Von rund 20.800 vollständig eingereichten Förderanträgen waren über 96 Prozent bewilligt; rund 2,4 Milliarden Euro wurden ausgezahlt. Zahlreiche kommunale Gebäude, Brücken und andere Teile der Infrastruktur befinden sich weiterhin im Wiederaufbau.

Unser besonderer Dank gilt heute allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften, allen privaten Helferinnen und Helfern sowie allen Spenderinnen und Spendern.

Von Herzen danken wir insbesondere den Bauern- und Winzerfamilien, die vor fünf Jahren sofort ihre Maschinen starteten, die Ärmel hochkrempelten und selbstlos halfen – und die sich bis heute für ihre Berufskollegen, ihre Dörfer und den Wiederaufbau im Ahrtal einsetzen.

Diese Solidarität werden wir nicht vergessen.

Runder Tisch Tiergesundheit und Seuchenprävention Rheinland-Pfalz tagt in Bekond

„Tiergesundheit stärken, Seuchenrisiken minimieren: Fachinstitutionen beraten sich in Bekond“.

Bekond, im Juni 2026 – Vertreterinnen und Vertreter landwirtschaftlicher Institutionen aus den Bereichen Tiergesundheit, Landwirtschaft und Veterinärwesen haben sich in der Kreisgeschäftsstelle des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau in Bekond zu einem ersten Runden Tisch Tiergesundheit und Seuchenprävention Rheinland-Pfalz zusammengefunden. Ziel des Austausches war es, aktuelle Herausforderungen im Bereich Tierseuchenprävention und Biosicherheit zu identifizieren und Handlungsbedarfe für die Zukunft zu benennen.

An dem Treffen nahmen Frau Dr. Wettlaufer-Zimmer vom Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (LUA), Frau Dr. Mengel Tierseuchenkasse Rheinland-Pfalz, Herr Dr. Hettich Veterinäramt Vulkaneifel, Frau Hemmes von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, Herr Vogelgesang und Frau Franke für den Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz-Süd, sowie Herr Fiedler und Frau Nolden für den Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau teil.

Im Mittelpunkt der Diskussion standen die zunehmenden Anforderungen an die Tierseuchenbekämpfung und die Notwendigkeit einer guten Zusammenarbeit zwischen Behörden, Verbänden, Tierärzteschaft und Tierhaltern. Ein wesentliches Thema war die unzureichende Herdenimmunität bei verschiedenen Tierseuchen. In diesem Zusammenhang wurden Möglichkeiten zur Steigerung der Impfbereitschaft der Tierhalter sowie die Vor- und Nachteile möglicher verpflichtender Impfmaßnahmen erörtert.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Informationsverfügbarkeit im Seuchenfall. Die Teilnehmenden stellten fest, dass aktuelle Vorgaben und Regelungen oftmals nicht zeitnah und einheitlich verfügbar seien. Daher wurde die Entwicklung eines landesweit abgestimmten „Fahrplans für den Seuchenfall“ angeregt. Dieser soll Tierhaltern und beteiligten Institutionen klare Orientierung zu Zuständigkeiten, Meldewegen, Verbringungsregelungen und Notfallabläufen geben. Die entsprechenden Informationen sollen künftig zentral und leicht auffindbar auf den Internetseiten der beteiligten Organisationen bereitgestellt werden.

Diskutiert wurden außerdem Unterschiede bei der Umsetzung europäischer und bundesrechtlicher Vorgaben durch die zuständigen Veterinärbehörden in den Landkreisen. Die Teilnehmenden sehen hier Potenzial für eine stärkere Vereinheitlichung der Verwaltungsverfahren und eine intensivere Abstimmung zwischen den zuständigen Stellen.

Besondere Aufmerksamkeit galt den zahlreichen Kleinst- und Hobbyhaltungen von Nutztieren. Nach Einschätzung der Fachleute besteht hier häufig ein unzureichendes Bewusstsein für Biosicherheitsmaßnahmen und die damit verbundenen gesetzlichen Anforderungen. Gleichzeitig stellen diese Haltungen einen wichtigen Baustein bei der Prävention und Bekämpfung von Tierseuchen dar.

Einigkeit bestand darüber, dass die Öffentlichkeitsarbeit deutlich verstärkt werden muss. Durch gezielte Informationskampagnen sollen Tierhalterinnen und Tierhalter sowie die breite Öffentlichkeit stärker für die Dringlichkeit von Biosicherheit, Tiergesundheit und Zoonosen sensibilisiert werden. Dies gewinnt insbesondere vor dem Hintergrund von Hoffesten, Schulbesuchen und weiteren Veranstaltungen auf landwirtschaftlichen Betrieben an Bedeutung.

Darüber hinaus wurden Herausforderungen bei der Verfügbarkeit von Tierärzten, der Dokumentation von Impfungen, der Versorgung mit Tierarzneimitteln sowie beim Fachkräftemangel in nahezu allen beteiligten Bereichen angesprochen. Die Teilnehmenden sprachen sich für gemeinsame Schulungsangebote zu Biosicherheitsmaßnahmen und Tiertransporten aus, die sowohl für Tierhalter als auch für Tierärzte angeboten werden sollen.

Als konkrete nächste Schritte wurden die Erarbeitung von Merkblättern und Handlungshilfen für den Seuchenfall, die Durchführung gemeinsamer Schulungen sowie die Vorbereitung von Praxissimulationen zur Erprobung von Krisenabläufen vereinbart. Zudem soll die Bedeutung betrieblicher Biosicherheitspläne stärker in den Fokus gerückt werden.

Das nächste Treffen des Runden Tisches wird sich mit möglichen Lösungsansätzen und der konkreten Umsetzung der identifizierten Maßnahmen befassen.

Alexandra Nolden, Nadine Hemmes

Keine zusätzlichen Belastungen für den Weinbau

Koblenz, 8. Juli 2026. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V. (BWV) lehnt die geplante Erhöhung der Schaumweinsteuer entschieden ab. In der derzeitigen wirtschaftlichen Lage des deutschen Weinbaus wäre eine zusätzliche steuerliche Belastung ein völlig falsches Signal an Winzerfamilien, Kellereien, Genossenschaften und die gesamte regionale Wertschöpfungskette.

Die Schaumweinsteuer ist eine Verbrauchsteuer auf Schaumwein (Sekt). Sie beträgt derzeit 136 Euro je Hektoliter beziehungsweise 1,02 Euro je 0,75-Liter-Flasche. Nach den Plänen des Bundesministeriums der Finanzen soll sie ab 2027 um 20 Prozent auf rund 163 Euro je Hektoliter steigen. Die Steuerbelastung je 0,75-Liter-Flasche würde damit auf rund 1,22 Euro anwachsen.

Aus Sicht des BWV kommt dieser Vorschlag zur denkbar schlechtesten Zeit. Die deutsche Weinwirtschaft befindet sich in einer schweren wirtschaftlichen Krise. Rückläufiger Weinkonsum, sinkende Absatzmengen, Kaufzurückhaltung der Verbraucherinnen und Verbraucher, steigender internationaler Wettbewerbsdruck sowie stark gestiegene Kosten für Energie, Löhne, Betriebsmittel, Verpackung, Logistik, Maschinen und Kellertechnik setzen die Betriebe massiv unter Druck. Viele familiengeführte Weinbaubetriebe arbeiten längst an der wirtschaftlichen Belastungsgrenze.

Gerade Schaumwein bietet vielen Betrieben derzeit wichtige Perspektiven. Während der Absatz von Stillwein seit Jahren unter Druck steht, investieren zahlreiche Winzerinnen und Winzer in hochwertige Sekte, Winzersekte sowie alkoholfreie und alkoholreduzierte Alternativen. Dieses Segment schafft zusätzliche Wertschöpfung, ermöglicht Innovationen und stärkt die wirtschaftliche Basis vieler Betriebe. Eine Steuererhöhung würde diese Entwicklung ausbremsen.

Die Folgen der geplanten Erhöhung wären aus Sicht des BWV klar absehbar. Den Herstellern bleiben nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie übernehmen die zusätzliche Steuerbelastung selbst und schwächen damit ihre ohnehin angespannte Ertragslage weiter. Oder sie geben die Mehrbelastung über höhere Preise an die Verbraucherinnen und Verbraucher weiter. In diesem Fall drohen Absatzrückgänge in einem ohnehin preissensiblen Markt. Beide Wege führen zu einer zusätzlichen Belastung der Betriebe.

„Diese Steuererhöhung ist wirtschafts- und strukturpolitisch nicht nachvollziehbar. Wer die Schaumweinsteuer erhöht, belastet entweder die Hersteller direkt oder verteuert das Produkt für die Verbraucher. Am Ende stehen weniger Absatz, geringere Investitionsspielräume und noch mehr Druck auf unsere Winzerfamilien“, erklärt der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Marco Weber.

Kritisch bewertet der BWV auch das Verfahren. Der Entwurf zur Erhöhung der Schaumweinsteuer wurde den Verbänden am 29. Juni 2026 mit einer Frist zur Stellungnahme bis zum 30. Juni 2026, 13.00 Uhr, zugeleitet. Eine derart kurze Frist wird der Tragweite einer solchen Maßnahme nicht gerecht. Gerade ehrenamtlich geführte Verbände benötigen ausreichend Zeit, um sich mit ihren Gremien abzustimmen und eine fundierte Position zu erarbeiten.

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau mit seinen Weinbauverbänden Ahr, Mosel, Mittelrhein und Nahe fordert daher alle politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger auf, sich gegen die geplante Anhebung der Schaumweinsteuer einzusetzen. Angesichts der angespannten Lage im Weinbau darf der Bund die Betriebe nicht zusätzlich belasten.

Der BWV hat am 8. Juli alle Bundestagsabgeordneten aus dem Verbandsgebiet angeschrieben, um auf die erheblichen Risiken der geplanten Steuererhöhung hinzuweisen.

„Wer den Weinbau in Deutschland erhalten will, darf ihn nicht weiter belasten. Unsere Betriebe brauchen Entlastung, Planungssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen – keine neuen Steuern“, so die Repräsentanten des BWV einstimmig.

(mr)

Landwirtschaftsminister Rainer wirbt für Vertrauen, Bürokratieabbau und neue Perspektiven für die Landwirtschaft

Freiburg. Mit einem klaren Bekenntnis zur bäuerlichen Landwirtschaft und zum ländlichen Mittelstand hat Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer vor der Mitgliederversammlung des Deutschen Bauernverbandes beim Deutschen Bauerntag in Freiburg die agrarpolitischen Schwerpunkte der Bundesregierung vorgestellt. Dabei betonte er die Bedeutung einer vielfältigen Landwirtschaft und würdigte die Leistungen der Landwirtinnen und Landwirte.

„Wer sich für die Landwirtschaft entscheidet, entscheidet sich für Verantwortung und Heimat“, sagte Rainer. Gerade angesichts der derzeit schwierigen Marktsituation bei vielen landwirtschaftlichen Produkten sei es Aufgabe der Politik, die Rahmenbedingungen dort zu verbessern, wo dies möglich sei. Die entscheidenden Debatten über die Zukunft der Landwirtschaft würden jedoch nicht in Parlamenten geführt, sondern auf den Höfen und in den Familien. „Dort fallen die Entscheidungen über die Zukunft der Betriebe“, betonte der Minister.

Ein besonderes Anliegen sind Rainer die Frauen in der Landwirtschaft. Aus persönlicher Überzeugung heraus würdigte er deren Rolle für die Entwicklung landwirtschaftlicher Betriebe. Sein eigener Familienbetrieb sei über Jahre hinweg von seiner Mutter und seinen Schwestern geprägt worden. Deshalb begrüße er ausdrücklich das „Jahr der Frauen in der Landwirtschaft“ und sprach sich dafür aus, diese Wertschätzung auch darüber hinaus fortzuführen.

Mit Blick auf seine bisherige Amtszeit zog der Minister eine positive Bilanz. Vor gut einem Jahr habe er sein Amt übernommen, seitdem sei vieles erreicht worden. Zwar gingen politische Prozesse häufig nicht so schnell wie gewünscht voran, dennoch sei ein grundlegender Perspektivwechsel eingeleitet worden. Vertrauen entstehe nicht durch hektische Reaktionen auf Krisen, sondern durch verlässliche Politik. Zu den bereits umgesetzten Maßnahmen zählte Rainer die Abschaffung der Stoffstrombilanz sowie die Wiedereinführung der Agrardieselsteuerrückvergütung. Zudem sei der Wolf inzwischen im Jagdrecht verankert worden, um die Weidetierhalter zu stärken. Auch Sonderkulturbetriebe würden durch die Einführung der 90-Tage-Regelung unterstützt.

Fortschritte sieht der Minister ebenfalls bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln. Die Zahl der Genehmigungen sei deutlich angestiegen, die Verfahren würden rechtzeitig abgeschlossen und unnötige Meldepflichten abgeschafft. Insgesamt kündigte Rainer an, den Bürokratieabbau konsequent fortzusetzen. Er sprach von einer „Trendwende“, wie es sie seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben habe. Weitere zusätzliche Belastungen werde es nicht geben. Kritisch äußerte sich der Minister über die europäische Naturwiederherstellungsverordnung. Diese sei zwar beschlossen, er halte sie jedoch für einen Fehler. Nun gehe es darum, praktikable Lösungen für die Landwirtschaft zu finden. Auch bei der Schadnagerbekämpfungsverordnung arbeite sein Haus an einer praxisgerechten Lösung, nachdem die geplanten Regelungen – auch auf seine Initiative hin – zunächst verschoben worden seien.

Einen breiten Raum der Rede Rainers nahm das Thema Export ein. Rainer kündigte eine neue Exportstrategie unter dem Motto „Made in Germany“ an. Deutsche Agrarprodukte stünden weltweit für Qualität und Sicherheit. Jeder vierte Euro in der Landwirtschaft werde über Exporte erwirtschaftet. Deshalb sei es wichtig, bestehende Märkte auszubauen und neue Absatzmöglichkeiten zu erschließen. Er selbst reise regelmäßig in wichtige Exportländer, um Marktöffnungen voranzutreiben. Insbesondere China biete als Milliardenmarkt erhebliche Potenziale. In seinem Ministerium sei dafür eigens eine Exportkoordinatorin eingesetzt worden. Ziel sei es, die Exporte auf viele Märkte auszudehnen, um Krisen besser abfedern und zusätzliche Wertschöpfung schaffen zu können. Bei seinen Reisen nach China und Japan habe sich gezeigt, wie stark Deutschland als „Team Germany“ international wahrgenommen werde. Das deutsche Image stehe weltweit für Qualität.

Mit Sorge blickte Rainer auf die aktuelle wirtschaftliche Lage vieler Betriebe. Die Erzeugerpreise stünden vielfach unter Druck, während Energie- und Kraftstoffkosten weiterhin hoch blieben. Deshalb habe die Bundesregierung ein Liquiditätsförderprogramm über 200 Millionen Euro bei der Rentenbank aufgelegt sowie weitere 72 Millionen Euro zur Förderung von landwirtschftlichen Geräten, die mit erneuerbaren Energien angetrieben werden. Auf europäischer Ebene sei zudem ein Pakt gegen hohe Düngemittelpreise beschlossen worden, der unter anderem Zollsenkungen und weitere Entlastungen vorsehe.

Für die Energiewende sieht Rainer die Biogasbranche als unverzichtbaren Bestandteil. Biogas sei eine tragende Säule des Energiesystems. Er werde sich für jede einzelne Anlage einsetzen, da dadurch der Bedarf an großen Kraftwerken reduziert werde.

Ein weiteres Schwerpunktthema bleibt die Düngeverordnung. Besonders die Ausweisung der sogenannten Roten Gebiete beschäftige viele Landwirte. Künftig sollen die Auflagen stärker verursacherorientiert erfolgen, zudem würden die Messstellen überprüft und angepasst. Die Neuregelungen würden gemeinsam mit den Ländern und der landwirtschaftlichen Praxis erarbeitet. Gleichzeitig seien Abstimmungen mit dem Bundesumweltministerium und der Europäischen Union notwendig. Positiv sei jedoch, dass sich die Grundwasserqualität bereits verbessert habe. Ziel sei es nun, tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Mit Blick auf die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2027 kündigte Rainer an, um jeden Euro für die ländlichen Räume kämpfen zu wollen. Gleichzeitig müsse die Bürokratie deutlich reduziert und das Vertrauen in die Betriebe gestärkt werden. Er sprach sich für eine stärkere Förderung der ersten Hektare aus und stellte klar, dass es mit ihm keine Kappung der Direktzahlungen bei 100.000 Euro geben werde.

Als „Mammutaufgabe“ bezeichnete der Minister die Zukunft der Nutztierhaltung. Die deutschen Tierhalter hätten in den vergangenen Jahrzehnten enorme Investitionen in Tierwohl und Stalltechnik getätigt. „Darauf können Sie stolz sein“, sagte Rainer. Nirgendwo auf der Welt werde ein vergleichbar hohes Niveau beim Tierschutz in der Nutztierhaltung erreicht. Er setze sich für zusätzliche finanzielle Unterstützung der Sauenhalter ein, die ihnen über entsprechende Programme zur Verfügung gestellt würden. Auch bei Fragen des Immissionsschutzrechts liefen bereits Gespräche mit dem Bundesumweltministerium.

Abschließend stellte Rainer klar, dass der Bürokratieabbau ein weiterer Schwerpunkt seiner politischen Arbeit sei. Alle Vorschriften würden auf den Prüfstand gestellt. Was nicht notwendig sei, werde abgeschafft. Gleichzeitig wolle man die hohen Standards in Deutschland erhalten.

Zum Ende seiner Rede zog der Minister eine positive Zwischenbilanz nach einem Jahr Amtszeit. Es sei gelungen, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, neue Exportchancen zu eröffnen und zahlreiche Verbesserungen für die Betriebe umzusetzen. „Wir arbeiten Tag für Tag für unsere Höfe“, sagte Rainer. Die Landwirte seien die besten Botschafter ihrer Heimat. Landwirtschaft bedeute nicht nur Produktion, sondern auch Heimat, Natur und Verantwortung. Die Bauern ernährten Deutschland und viele Menschen darüber hinaus. Deshalb seien sie die besten Botschafter für unsere Heimat.

Agrarpolitik braucht starke Finanzierung und mehr Praxisnähe

Freiburg. Mit Spannung verfolgte die Delegation des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau unter der Leitung des Präsidenten Marco Weber die voraussichtlich letzte Grundsatzrede des Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, auf der Mitgliederversammlung während des Deutschen Bauerntages in Freiburg. Darin forderte er einen grundlegenden politischen Kurswechsel in Deutschland und Europa. Der DBV-Präsident zeichnete das Bild einer Landwirtschaft, die zwischen wirtschaftlichem Druck, geopolitischen Krisen und zunehmender Regulierung um ihre Zukunftsfähigkeit kämpft.

Im Mittelpunkt seiner Ausführungen standen die angespannte Marktsituation vieler landwirtschaftlicher Betriebe sowie die veränderten geopolitischen Rahmenbedingungen. Während die Erzeugerpreise für die meisten landwirtschaftlichen Produkte wie Fleisch, Wein, Getreide oder Milch unter Druck stünden, verharrten die Produktionskosten – insbesondere für Energie und Düngemittel – auf hohem Niveau. „Da stimmt etwas nicht“, kritisierte Rukwied mit Blick auf die sinkende Preisentwicklung entlang der Wertschöpfungskette und die gleichzeitig hohe Inflation auf Verbraucherseite.

Die Sicherung der Lebensmittelversorgung sei weit mehr als eine agrarpolitische Frage. Versorgungssicherheit sei eine Voraussetzung für gesellschaftliche Stabilität, Demokratie und letztlich auch für die Verteidigungsfähigkeit eines Landes. Deshalb benötige die Landwirtschaft dringend bessere wirtschaftliche Perspektiven.

Geopolitische Umbrüche verändern die Rahmenbedingungen

Als zweiten zentralen Themenkomplex bezeichnete Rukwied die geopolitischen Veränderungen der vergangenen Jahre. Nach Jahrzehnten von Frieden, wirtschaftlicher Entwicklung und wachsendem Wohlstand hätten Krisen, wie die Migrationsbewegungen ab 2015, die Corona-Pandemie, der russische Angriff auf die Ukraine sowie Konflikte im Nahen Osten die Verwundbarkeit globaler Liefer- und Versorgungssysteme offengelegt.

Zugleich äußerte sich der DBV-Präsident besorgt über die zunehmende Schwächung der transatlantischen Beziehungen und die veränderte Rolle Europas in der Weltpolitik. Die Europäische Union habe vor allem durch eine aus seiner Sicht fehlgeleitete Green-Deal-Politik an Einfluss verloren. Europa sitze heute „mehr am Katzentisch als am Verhandlungstisch“, so seine Einschätzung.

Vor diesem Hintergrund appellierte Rukwied an die Politik, die Sorgen der Menschen stärker ernst zu nehmen. Landwirtschaftliche Fragen seien eng mit gesellschaftlichen Themen, wie sozialer Sicherheit, innerer Sicherheit und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit verbunden.

Mit Nachdruck sprach sich Rukwied gegen Einschnitte bei der Finanzierung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) aus. Er warnte vor Überlegungen, das Agrarbudget zu reduzieren und forderte stattdessen, die Sicherung und Stärkung dess europäischen Agrarhaushalts. Das bewährte System aus erster und zweiter Säule müsse dabei unbedingt erhalten bleiben.

„Ein Europa ohne Landwirtschaft hat keine Zukunft“, betonte Rukwied. Die Landwirtschaft sichere nicht nur die Lebensmittelversorgung, sondern präge auch den ländlichen Raum, der rund 70 Prozent der europäischen Fläche ausmache. Die vom DBV angestoßene Diskussion über ein Agrarbudget in Höhe von 500 Milliarden Euro werde inzwischen intensiv geführt. Auch die gezielte Förderung der ersten Hektare unterstütze der Bauernverband weiterhin. Eine Kappung oder Degression der Direktzahlungen lehne man dagegen ab.

Entlastungen bei Energie, Treibstoff und Mindestlohn gefordert

Angesichts steigender Kosten forderte Rukwied weitere Entlastungen für die Betriebe. Allein die höheren Treibstoffpreise würden beispielsweise bei Mähdreschern Mehrkosten von mehreren hundert Euro pro Einsatztag verursachen. Deshalb begrüße der DBV die von EU-Agrarkommissar Christophe Hansen angekündigten Hilfen in Höhe von 540 Millionen Euro, aufgrund der stark gestiegenen Düngemittelkosten, und forderte für Deutschland eine nationale Aufstockung um weitere 180 Millionen Euro. Zudem sprach sich Rukwied angesichts der anstehenden Ernte für eine Verlängerung bestehender Kraftstoffentlastungen, dem sog. Tankrabatt, bis Ende November aus. Auch beim Mindestlohn sieht der Bauernverband Handlungsbedarf. Besonders Sonderkulturbetriebe seien durch die steigenden Lohnkosten stark belastet. Deshalb fordert der DBV eine gesonderte Regelung für die Landwirtschaft.

Scharfe Kritik übte Rukwied außerdem an Überlegungen, die Möglichkeiten für Minijobs einzuschränken. Gerade in arbeitsintensiven Bereichen wie Ernte und Weinlese seien diese Beschäftigungsformen unverzichtbar. Im Gegenteil sei deren Streichung unsozial und würde würde zu weniger Beschäftigungsverhältnisse führen.

Tierhaltung stärken und Energiewende mit der Landwirtschaft gestalten

Große Sorge bereitet dem Bauernverband der Rückgang der Tierhaltung in Deutschland. Insbesondere die Zahl der Sauenhalter gehe weiter zurück. Rukwied forderte deshalb ein Sofortprogramm für die Sauenhaltung mit einem Volumen von mindestens 200 Millionen Euro. Gleichzeitig verwies er auf die Rolle der Landwirtschaft als Teil der Energiewende. Biogas, Biomethan und Bioethanol könnten einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung leisten. Der Mittelstand und die landwirtschaftlichen Betriebe müssten dabei stärker berücksichtigt werden. Er zeigte kein Verständnis dafür, dass die Bundeswirtschaftsministerin auf Großkonzerne setze, während der Mittelstand, und damit auch die Landwirtschaft, das Rückgrat der Wirtschaft sei.

Weniger Bürokratie, mehr Vertrauen in die Praxis

Ein weiterer Schwerpunkt der Rede war die Forderung nach einem umfassenden Bürokratieabbau. Zwar begrüßte Rukwied den Wegfall der Stoffstrombilanz, gleichzeitig kritisierte er neue Dokumentations- und Nachweispflichten. Deutschland und Europa müssten sich von einer Politik der Verbote und immer neuer Auflagen verabschieden.

Kritisch äußerte er sich unter anderem zum europäischen Soil Monitoring Law sowie zu weiteren Naturschutzvorhaben. Die Landwirtschaft stehe zu Nachhaltigkeit, Tierwohl und Umweltschutz. Die Erfolge bei der Reduzierung von Düngung und Pflanzenschutzmitteleinsatz sowie sinkende Nitratwerte im Grundwasser zeigten, dass deutliche Fortschritte durch Kooperation und Innovation erreicht würden – nicht durch zusätzliche Verbote.

„Wir brauchen einen Politikwechsel von oben nach unten, hin zu einer Bottom-up-Politik“, forderte Rukwied. Die Praxis müsse stärker in politische Entscheidungen eingebunden werden. Zurzeit sinke die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft. Um eine Wende zu erzielen müsse Deutschland daher auch über die Anzahl ihrer Beamten nachdenken. Scheidende Beamte dürften mehrheitlich nicht mehr ersetzt werden. Der Staat müsse endlich schlanker und kostengünstiger und somit effektiver werden.

Demokratie stärken und Vertrauen zurückgewinnen

Zum Abschluss seiner Rede schlug der DBV-Präsident einen gesellschaftspolitischen Bogen. Die Welt werde fragiler, die Menschen seinen zunehmend verunsichert. Dies würden politische Strömungen an den rechten und linken Rändern ausnutzen. „Lasst uns gemeinsam kämpfen, dass Europa zur alten Stärke zurückkehrt und Deutschland eine gute Zukunft hat. Es geht um dier Zukunft unseres Gesellschaftssystems.“ Deshalb müsse das Vertrauen in die demokratischen Institutionen gestärkt werden. Auch die Landwirtschaft trage Verantwortung dafür, den Dialog mit der Gesellschaft zu suchen und Brücken zu bauen.

Mit Blick auf seine eigene Zukunft erinnerte Rukwied daran, bereits 2022 angekündigt zu haben, nicht erneut für das Amt des DBV-Präsidenten zu kandidieren. Ein Ziel seiner Amtszeit sei gewesen, den Verband weiblicher und jünger aufzustellen. Während die stärkere Beteiligung von Frauen gelungen sei, wolle er nun den Weg für eine Verjüngung an der Verbandsspitze freimachen.

Seine letzte Grundsatzrede als Präsident nutzte Rukwied deshalb auch als Appell an die nächste Generation: „Die Landwirtschaft braucht Zuversicht, Geschlossenheit und die Bereitschaft, sich aktiv für die Zukunft von Bauernfamilien, ländlichen Räumen und Demokratie einzusetzen.“

Anschließend diskutierten die Delegierten über die Grundsatzrede und weitere landwirtschaftlichen Themen, über den Mindestlohn, Zukunft der Biogas-Betriebe, Abschaffung der Minijobs, Junglandwirteförderung, Pflanzenschutzauflagen und Notfallzulassungen sowie das Verhalten der Saatgut-Treuhandverwaltung und weitere Themen.

BWV-Verbandsrat berät agrarpolitische Lage, Verbandsentwicklung und Zukunftsthemen

Koblenz. Der Verbandsrat des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau (BWV) hat sich in seiner Sitzung am 10. Juni 2026 in der Hauptgeschäftsstelle in Koblenz mit zentralen agrarpolitischen, wirtschaftlichen und verbandlichen Themen befasst. BWV-Präsident Marco Weber begrüßte die Mitglieder des Verbandsrates und gratulierte den neu gewählten Kreisvorsitzenden Dominik Ehrenstein aus dem Kreisverband Neuwied sowie Thomas Heidberg aus dem Kreisverband Cochem-Zell. Beide stellten sich dem Gremium vor und machten deutlich, dass sie ihre Erfahrungen aus vielfältig aufgestellten landwirtschaftlichen Betrieben in die Verbandsarbeit einbringen wollen.

In seinem Bericht ging Weber zunächst auf die politische Lage nach der Landtagswahl ein. Der BWV habe die Parteien bereits im Wahlkampf begleitet und werde den Austausch mit der neuen Landesregierung konsequent fortsetzen. Weber zeigte sich erfreut darüber, dass Christine Schneider das Amt der Landwirtschaftsministerin übernommen habe. Zugleich betonte er, dass mit der Zusammenlegung von Umwelt- und Landwirtschaftsministerium neue Herausforderungen, aber auch Chancen für eine sachorientierte Zusammenarbeit verbunden seien. Der Verband habe der Ministerin bereits ein Gesprächsangebot unterbreitet. Auch mit weiteren politischen Entscheidungsträgern auf Landesebene werde der BWV das Gespräch suchen.

Sorgen bereiten dem Verband weiterhin die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft. Weber verwies auf schwierige Marktverhältnisse in nahezu allen landwirtschaftlichen Bereichen. Die Kulturen stünden aktuell zwar gut auf den Feldern, dennoch sei die wirtschaftliche Perspektive vieler Betriebe angespannt. Angesichts begrenzter finanzieller Spielräume der öffentlichen Haushalte forderte Weber von den Regierungskoalitionen auf Landes- und Bundesebene mutige Strukturreformen statt immer neuer Belastungen für die Betriebe.

Aus den Fachausschüssen wurde über eine breite Palette aktueller Themen berichtet. Im Bereich tierische Produktion informierten der Vorsitzende Stefan Fiedler und Geschäftsführerin Alexandra Nolden über gesunkene Milchpreise, rückläufige Schweinepreise, zufriedenstellende Fleischpreise im Bullenbereich sowie die zunehmende Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel im Mittelpunkt. Zudem beschäftigten Tierseuchen wie Afrikanische Schweinepest, Blauzungenkrankheit und Maul- und Klauenseuche die Diskussion. Besonders eindringlich wurde zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit aufgerufen. Auch bei Urlaubsreisen sei besondere Vorsicht geboten, um Tierseuchen nicht einzuschleppen.

Laut dem Vorsitzenden Harald Schneider befasste sich der Ausschuss für Pflanzliche Erzeugung, Erneuerbare Energien und Nachwachsende Rohstoffe mit der Novellierung des Bundesdüngegesetzes, roten Gebieten, niedrigen Erzeugerpreisen, Messstellenstrukturen und der Zukunft von Biogasanlagen. Viele Anlagen liefen in den kommenden Jahren aus der Förderung, ohne dass bislang ausreichende politische Entscheidungen für Anschlussregelungen erkennbar seien. Der BWV sieht hier dringenden Handlungsbedarf, insbesondere für Grünlandregionen, in denen Biogasanlagen einen wichtigen Beitrag zur Verwertung von Aufwüchsen leisten können.

Auch über die erneuerbaren Energien wurde ausführlich diskutiert. Weber wies auf ein Positionspapier des Deutschen Bauernverbandes hin und kritisierte die fehlende Planungssicherheit bei Photovoltaik, Windkraft und Biomasse ab 2027. Ohne verlässliche Rahmenbedingungen seien Banken kaum bereit, Investitionen zu finanzieren. Ein weiteres Problem sei das unzureichend ausgebaute Stromnetz. Der BWV spricht sich weiterhin vorrangig für Photovoltaik auf Dächern aus. Großflächige Agri-PV-Anlagen auf guten Acker- und Grünlandflächen sieht der Verband weiterhin kritisch, weil sie zusätzlichen Flächendruck erzeugen können.

Der Weinbauausschuss, unter Leitung des Weinbaupräsidenten Walter Clüsserath, thematisierte unter anderem ungleiche Wettbewerbsbedingungen innerhalb der Europäischen Union, die künftige Rechtsform der Schutzgemeinschaften, Fragen der Haftpflichtversicherung, die Rebenkrankheit Flavescence dorée, Werbeveranstaltungen mit Weinausschank, die GAP-Förderung ab 2028 sowie die Perspektiven der Hubschrauberspritzung. Zudem wurde über die Auswirkungen hoher Erntemengen auf die Weinpreise beraten.

Im Öffentlichkeitsausschuss standen die Social-Media-Aktivitäten des BWV und die Weiterentwicklung der Verbandskommunikation im Vordergrund. Ausschussvorsitzender Benjamin Purpus berichtete von der konstituierenden Sitzung und dem Austausch mit der Debeka-Zentrale über die Öffentlichkeitsarbeit. Die stetig und deutlich ansteigenden Followerzahlen und Aufrufe der BWV-Seiten, bzw. Posts bestätigten die intensivierte Arbeit des Verbandes in den sozialen Medien. BWV-Präsident Marco Weber und der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Christian Altmaier warben für mehr Interaktionen, Verlinkungen und Unterstützung in den sozialen Medien. Ziel sei eine sachlich korrekte, aber zugleich prägnante Kommunikation landwirtschaftlicher Anliegen. Als positive Beispiele wurden unter anderem Werbevideos zum „Tag der Landwirtschaft“ genannt. Zudem plant der BWV eine Informationskampagne zur ASP-Prävention zu Beginn der Urlaubszeit.

Anschließend informierte die Hauptgeschäftsführung über eine neue Dienstleistungen des Verbandes. Ab Herbst 2026 könnten BWV-Mitglieder über die Kreisgeschäftsstellen Unterstützung bei der Erstellung von Nebenkostenabrechnungen erhalten. Hintergrund sei, dass viele Mitglieder neben ihren landwirtschaftlichen Betrieben auch Immobilien besitzen würden. Weitere Angebote wie Mietvertragsprüfungen oder Mietanpassungen könnten perspektivisch folgen. Derzeit laufen weitere Vorbereitungen und das abgestimmte Konzept wird im Herbst 2026 vorgestellt. Am Ende der Sitzung wurde dargelegt, dass der BWV will seine politische Interessenvertretung, seine Beratungsstrukturen und seine Kommunikation weiterentwickeln werde. Präsident Weber betonte, dass der Verband den Anspruch habe, nah an den Betrieben zu bleiben, Probleme offen anzusprechen und tragfähige Lösungen für die Mitglieder zu erarbeiten.

Einladung zum Tag der Landwirtschaft in Nastätten

Nach neun Jahren Pause kehrt der Tag der Landwirtschaft nach Nastätten zurück. Am Sonntag, 21. Juni 2026, verwandelt sich das Gelände rund um den Parkplatz Aldi und Rewe sowie die Wiese hinter Deichmann von 10 bis 18 Uhr in eine große Erlebnisfläche für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Weinbau und Familien.

Der Bauern- und Winzerverband, die Landfrauen, die Landjugend Rhein-Lahn sowie zahlreiche Aussteller und Partner laden herzlich ein, die Vielfalt der grünen Branche im Rhein-Lahn-Kreis zu erleben. Auf die Besucherinnen und Besucher wartet ein abwechslungsreiches Programm mit Bauernmarkt, Tierschau mit Bambini-Wettbewerb, Landmaschinen- und Autoschau, Forstmaschinenschau mit Vorführungen, Motorsägenvorführungen, Ponyreiten, Streicheloase, Strohburg, Kutschfahrten sowie vielen Informationsständen rund um Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Weinbau.

Bereits am Freitag, 19. Juni 2026, sorgt die Landjugend Rhein-Lahn ab 20 Uhr mit der Zeltbebenparty auf dem REWE-Parkplatz für den Auftakt des Veranstaltungswochenendes. Auch am Sonntag ist die Landjugend mit zwei Getränkeständen vertreten.

Der Tag der Landwirtschaft zeigt, wie vielfältig, modern und regional verwurzelt Landwirtschaft heute ist. Familien, Kinder, Jugendliche, Verbraucherinnen und Verbraucher sowie alle Interessierten sind herzlich eingeladen, regionale Produkte zu entdecken, moderne Technik zu erleben und mit den Menschen aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Weinbau ins Gespräch zu kommen.

Termin: Sonntag, 21. Juni 2026
Uhrzeit: 10 bis 18 Uhr
Ort: Gelände rund um den Parkplatz Aldi und Rewe sowie die Wiese hinter Deichmann in 56355 Nastätten
Auftakt: Freitag, 19. Juni 2026, ab 20 Uhr: Zeltbebenparty der Landjugend Rhein-Lahn auf dem REWE-Parkplatz

Wir freuen uns auf viele Besucherinnen und Besucher!

Flyer Tag Der Landwirtschaft  768x1086
Programm Aussteller 21.06.26 TdL 20260605 110647 0000 724x1024