Rheinisch-Nassauische Obstbautagung

Landwirtschaftsministerin Schmitt spricht über die Zukunft der Sonderkulturen

Klein-Altendorf. Am Freitag, den 9. Dezember 2022, findet ab 09.30 Uhr im Forum auf dem Campus Klein-Altendorf bei Rheinbach die diesjährige Rheinisch-Nassauische Obstbautagung statt. Landwirtschaftsministerin Daniela Schmitt wird als Hauptrednerin über die Zukunft der Sonderkulturen in Rheinland-Pfalz sprechen. Ausgedünnte Beratungsstrukturen und zunehmende Auflagen erschweren die Bewirtschaftung der hochspezialisierten Obstbaubetriebe.

Nach den Grußansprachen des Präsidenten des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Ökonomierat Michel Horper, und des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Obstbau, Norbert Schäfer, über aktuelle agrarpolitische Themen und Ziele im Obstbau, wird in einem weiteren Tagesordnungspunkt der Geschäftsführer des Landesverbandes der Wasser- und Bodenverbände und Referent der Landwirtschaftskammer, Ralph Gockel, über die Zukunft der Beregnung in Rheinland-Pfalz sprechen. Dieses Thema wird angesichts zunehmender Extremwetterereignisse an Bedeutung gewinnen.

Zu dieser Tagung sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, mit den Referenten und anwesenden politischen Vertretern zu diskutieren.

Aufgrund der Corona-Situation ist eine vorherige Anmeldung zwingend. Die Anmeldung erfolgt an den Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V., Karl-Tesche-Straße 3, 56073 Koblenz, Telefon: 0261 9885-1112, E-Mail: meurer@bwv-net.de.

Das Programm finden Sie hier

Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau

Landfrauenpräsidentin Gudrun Breuer nun im Präsidium des BWV

Koblenz. Landfrauenpräsidentin Gudrun Breuer wurde heute von der Vertreterversammlung in das siebenköpfige Präsidium des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau (BWV) gewählt.

Mit der Wahl Breuers wurde nun ein vakanter Sitz neu besetzt. Gudrun Breuer betreibt zusammen mit ihrem Mann einen hühnerhaltenden Betrieb in Winringen in der Eifel. Als Präsidentin des LandFrauenverbandes wird sie die Interessen der Frauen im ländlichen Raum verstärkt in Spitze des Bauern- und Winzerverbandes tragen. Sie freut sich, künftig die Geschicke des Verbandes mittragen zu können. Breuer: „Es ist mein Anliegen, die Vielfalt alle landwirtschaftlichen und weinbaulichen Tätigkeitsfelder konsequent auf politischer Ebene zu vertreten. Dabei müssen die Werte des Berufsstandes in einer offenen Kommunikation verfochten werden.“

Milchkönigin von Rheinland-Pfalz

Klara Scholtes ist 6. rheinland-pfälzische Milchkönigin

Saarlouis. Die 19-jährige Agrarstudentin Klara Scholtes aus Deuselbach im Hunsrück wurde am Samstag von einer 12-köpfigen Jury zur sechsten Milchkönigin für Rheinland-Pfalz und zur zweiten für das Saarland gewählt. Sie konnte sich gegen vier weitere hoch qualifizierte Mitbewerberinnen durchsetzen. Klara Scholtes löst Vivian Ludwig aus Heidweiler in der Eifel ab, die das Amt drei Jahre begleitete. Ausrichterin war die Milchwirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz-Saar (Milag).

Klara Scholtes stammt aus einem Bio-Milchviehbetrieb und wird den landwirtschaftlichen Betrieb übernehmen. Ihr Lieblingsmilchprodukt ist die Rohmilch, die alle gesunden Inhaltsstoffe enthält und „einfach nach Heimat schmeckt“. In den kommenden zwei Jahren wird sie der Milch in Rheinland-Pfalz und dem Saarland ein Gesicht und vor allen Dingen eine Stimme geben: „Ich möchte Tradition mit Innovation vereinen und frischen Wind in die Milchwirtschaft bringen!“ Auf sie warten nun bis zu 80 Termine im Jahr.

Milag-Vorsitzender Michael Horper freute sich über den großen Zuspruch zur Wahl der Milchkönigin: „Ich empfinde es als Wertschätzung für den Berufsstand, dass sich so viele junge Frauen aus unseren zwei schönen Bundesländern berufen fühlen, die Milch zu vertreten.“

Solaranlagen-Pflicht-Verordnung in Rheinland-Pfalz

BWV: PV gehört auf Dächer und Parkplätze – nicht auf Nutzflächen!

Koblenz. Im vergangenen Jahr hat Rheinland-Pfalz eine gesetzliche Regelung eingeführt, dass bei vielen Neubauten oder Parkplätzen verpflichtend Photovoltaikanlagen errichtet werden müssen. Diese gesetzliche Verpflichtung soll nunmehr durch eine Solaranlagen-Pflicht-Verordnung konkretisiert werden.

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau (BWV) macht in seiner Stellungnahme darauf aufmerksam, dass landwirtschaftliche Nutzflächen nicht als kostengünstiger Ersatz für die Installation von Anlagen, die eigentlich auf Dachflächen, beziehungsweise auf Parkplätzen, errichtet werden sollten, genutzt werden dürfen. Darüber hinaus fordert der BWV zur Erfüllung der Ausbauziele für erneuerbare Energien insbesondere auch eine Netzertüchtigung für landwirtschaftliche Aussiedlungen. Diese sei notwendig, damit die dort befindlichen Gebäude wirtschaftlich sinnvoll für Photovoltaik-Anlagen genutzt werden könnten.

Sitzungen und Veranstaltungen

Versammlungen effektiv leiten

Koblenz. Versammlungen und Sitzungen verlaufen nur dann erfolgreich, wenn sie effektiv geleitet werden. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau führt am 30. November 2022, von 10:00 bis 15:00 Uhr in der Hauptgeschäftsstelle in Koblenz das Seminar „Versammlungen effektiv leiten“ durch.

Claudia Albrecht, Marketingberaterin und Coach führt ins Zeitmanagement ein und gibt Anleitungen für eine sinnvolle Vorbereitung und Leitung von Sitzungen. Ebenso werden Fragen der Organisation und Struktur von Versammlungen behandelt.

Dieses Seminar wendet sich an alle ehren- und hauptamtlich tätigen Menschen, die ihren persönlichen Auftritt als Versammlungsleiter oder Referent stärken möchten.

Die Seminargebühr beträgt für Mitglieder des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau 90 Euro und 140 Euro für Nichtmitglieder. Informationen und Anmeldungen bitte an: Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V., Karl-Tesche-Straße 3, 56073 Koblenz, Telefon: 0261 9885-1112, E-Mail: meurer@bwv-net.de oder online hier über unsere Homepage.

Landeshaushaltsgesetz

BWV-Präsident Horper: Ländlicher Raum muss effektiv gestärkt werden

Koblenz. Zurzeit werden die vorgestellten Entwürfe für den Doppelhaushalt 2023/24 im Landtag diskutiert. BWV-Präsident Michael Horper hat sich in einem Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden des Landtages gewandt, um auf die Bedürfnisse der Landwirtschaft und des Weinbaus aufmerksam zu machen. Hierin fordert Horper die Nachteile des ländlichen Raums besser auszugleichen. Eine weitere Forderung ist die Erhöhung der Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete von derzeit 25 auf 50 Euro pro Hektar. Zudem müssten die Fördersätze einer Inflationsanpassung unterzogen werden müssen.

Der Präsident sieht den Stellenabbau in der Agrarverwaltung kritisch. Bereits jetzt befinde sich die Agrarverwaltung mit der Vielzahl und der Komplexität der Aufgaben am Rande ihrer Möglichkeiten. Mit Sorge beobachtet der Verband die geplanten Standortänderungen der landwirtschaftlichen Fachschulen. Horper: „Die Erreichbarkeit der Schulen für die Fachschülerinnen und Fachschüler verschlechtert sich nachhaltig. Es ist wichtig, den Schulstandort in Montabaur zu erhalten. Das Konzept muss sich an den Schülern und nicht an den Lehrern ausrichten.“

Zudem müssten der Weinbau, bzw. die Schutzgemeinschaften, unterstützt werden. In Rheinland-Pfalz seien in den vergangenen Jahren in allen sechs Weinanbaugebieten die neu gegründeten Schutzgemeinschaften vom Landwirtschaftsministerium anerkannt worden. Um der gesetzlich vorgesehenen Aufgabe der Selbstverwaltung zukünftig dauerhaft gerecht werden zu können, bedürfe es der finanziellen Unterstützung durch das Land Rheinland-Pfalz. „Im Landeshaushaltsplan des Ministeriums müssen entsprechende finanzielle Mittel eingeplant und ab 2024 bereitgestellt werden“, betont der Präsident.

Landwirtschaftliche Produktion

Qualitätsgetreide trotz Düngeverordnung

Koblenz. Die Landwirtschaft ist mit Auflagen überzogen. So ist es schwierig viele landwirtschaftliche Kulturen fachgerecht zu ernähren.

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau führt am 18.11.2022 von 10.00 bis 13.00 Uhr das Seminar „Düngeverordnung und ihr Einfluss auf die Qualitätsgetreideerzeugung“ in der Hauptgeschäftsstelle in Koblenz in Präsenz durch.

Dr. Friedhelm Fritsch vom rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsministerium wird während des Seminars die Auflagen der Düngeverordnung, auch in Verbindung mit der GAP-Konditionalität, erläutern und Tipps und Informationen über die Düngeplanung und Fruchtfolgegestaltung mitteilen.

Die Seminargebühr beträgt für Mitglieder des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau 30 Euro und 80 Euro für Nichtmitglieder.

Informationen und Anmeldungen bitte an: Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V., Karl-Tesche-Straße 3, 56073 Koblenz, Telefon: 0261 9885-1112, E-Mail: meurer@bwv-net.de oder hier über unsere Homepage.

Landwirtschaft und Klimaschutz

Landwirtschaftlicher Methanausstoß ist Teil des Naturkreislaufs

Koblenz. Landwirtschaft und Klimaschutz sind eng miteinander verbunden. Einseitige Informationsverbreitung empfinden Landwirte und Winzer als unfair. Am Vortag des Weltvegantages am 1. November kursieren wieder Falschinformationen, die es klarzustellen gilt. Der Energie- oder Rohstoffverbrauch verschiedener Wirtschaftszweige kann nicht miteinander verglichen werden, obwohl dies – auch öffentlich – immer wieder geschieht. Die deutsche Landwirtschaft emittiert jährlich 66 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent, bestehend aus Methan, Lachgas und Kohlendioxyd. Dabei wird offensichtlich oder versehentlich unterschlagen, dass die Ausgangsstoffe in der Regel regenerative Stoffe und daher nur selten fossilen Ursprungs sind.

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau erläutert diese Aussage am Beispiel rülpsender Kühe: Wiederkäuer erzeugen über Verdauungsvorgänge Methan, das in der Atmosphäre eine Halbwertszeit von ca. 12 Jahren aufweist. Gleichzeitig wird das Methan in der Atmosphäre zu Wasser und Kohlendioxyd abgebaut und von der Vegetation wieder aufgenommen. Bei konstanter Anzahl der Wiederkäuer nimmt somit die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre nicht zu. Es ist also falsch, Treibhausgasemissionen verschiedener wirtschaftlicher Bereiche miteinander zu vergleichen, ohne die Herkunft der Stoffe zu berücksichtigen. Der Verbrauch fossiler Energien führt zu einer Zunahme treibhausrelevanter Gase in der Atmosphäre, die Nutzung oberirdischer Stoffe, bzw. regenerativer Energien, hingegen nicht.

Düngeverordnung

Verursacherprinzip muss Ziel bleiben

Koblenz. Anlässlich der Übermittlung des Entwurfes der Neuabgrenzung der roten Gebiete im Rahmen der Düngeverordnung in Rheinland-Pfalz kritisiert der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper: „Für jede einzelne Bauernfamilie mit Flächen in roten Gebieten stellt dies eine massive Form der Beeinträchtigung der Bewirtschaftung dar, mit zum Teil katastrophalen Auswirkungen für die Betriebe. Wir werden alles daransetzen, die Bewirtschaftungsauflagen so schnell wie möglich an die Grundsätze der guten fachlichen Praxis anzupassen.“

Zudem werde der Bauern- und Winzerverband nicht nachlassen, einzelbetriebliche Befreiungsmöglichkeiten einzufordern. Horper ruft die Landesregierung dazu auf, zügig und in Zusammenarbeit mit Bund und EU zu einem dem Verursacherprinzip folgenden Abgrenzungsverfahren zurückzukehren.

Düngeverordnung

Verursacherprinzip muss Ziel bleiben

Koblenz. Anlässlich der Übermittlung des Entwurfes der Neuabgrenzung der roten Gebiete im Rahmen der Düngeverordnung in Rheinland-Pfalz kritisiert der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper: „Für jede einzelne Bauernfamilie mit Flächen in roten Gebieten stellt dies eine massive Form der Beeinträchtigung der Bewirtschaftung dar, mit zum Teil katastrophalen Auswirkungen für die Betriebe. Wir werden alles daransetzen, die Bewirtschaftungsauflagen so schnell wie möglich an die Grundsätze der guten fachlichen Praxis anzupassen.“

Zudem werde der Bauern- und Winzerverband nicht nachlassen, einzelbetriebliche Befreiungsmöglichkeiten einzufordern. Horper ruft die Landesregierung dazu auf, zügig und in Zusammenarbeit mit Bund und EU zu einem dem Verursacherprinzip folgenden Abgrenzungsverfahren zurückzukehren.