Koblenz. Wenn Wälder, Felder oder Böschungen in Flammen stehen, zählt jede Minute und jeder Tropfen Wasser. Die Brände im Eifeler Hürtgenwald und in der Hohen Venn, nahe der deutsch-belgischen Grenze, haben es wieder eindrucksvoll gezeigt: Die Bäuerinnen und Bauern leisten immer wieder wichtige Unterstützung für die Feuerwehren. Mit Traktoren und großen Gülle- und Wasserfässern bringen sie innerhalb kurzer Zeit erhebliche Mengen Wasser direkt an die Einsatzstellen – häufig auch dort, wo größere Feuerwehrfahrzeuge nur schwer hingelangen können. Das geschieht nicht nur dort, wo die großen Brände wüten, sondern auch bei vielen kleinen Waldbränden, vor allem, wenn die Versorgung mit Wasser für die Feuerwehr schwierig ist.
Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Marco Weber, dankt allen Helfern für ihren selbstlosen Einsatz: „Ich bin stolz einer in unserer Heimat fest verwurzelten Berufsgruppe anzugehören, die kein Risiko scheut, um Menschen in der Not zu helfen, ihr Zuhause und ihre Existenzen zusammen mit Feuerwehren und weiteren Einsatzkräften zu schützen. Vielen Dank, Euch und Euren Familien!“
Darüber hinaus helfen landwirtschaftliche Betriebe mit ihrer Ortskenntnis und weiteren Maschinen und Geräten. Mit Grubbern, Pflügen oder Scheibeneggen können beispielsweise Brandschneisen angelegt und damit die weitere Ausbreitung eines Flächenbrandes eingedämmt werden.
Diese Zusammenarbeit zeigt, wie wichtig funktionierende Strukturen und gegenseitige Unterstützung im ländlichen Raum sind. Seit einigen Jahren ist die Zusammenarbeit vor Ort gut organisiert, um im Ernstfall schnell reagieren zu können. Landwirte übernehmen dabei Verantwortung, die weit über die Erzeugung von Lebensmitteln hinausgeht. Ihr schneller und ehrenamtlicher Einsatz kann im Ernstfall entscheidend dazu beitragen, Menschen, Tiere, Wälder und Felder vor größeren Schäden zu schützen. Und das rund um die Uhr, wenn es sein muss.