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Der 2. Westerwälder Weidetiertag war sehr erfolgreich. Die Landwirtschaftsstaatssekretärin Dr. Kristina Brixius (dritte von rechts) konnte sich vor Ort ein Bild über die Probleme der Tierhaltung in den Mittelgebirgsregionen machen. Foto: Luca Kühn

2. Westerwälder Weidetiertag – BWV fordert klares Bekenntnis zur Tierhaltung

Mörsbach. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau (BWV) hatte zusammen mit der Bürgerinitiative Wolfprävention Westerwald zum 2. Westerwälder Weidetiertag in den Kreis Altenkirchen eingeladen. Am vergangenen Sonntag haben rund 1.000 Besucher die Veranstaltung besucht, um zusammen mit den Vertreterinnen und Vertretern aus den Bereichen Schaf- und Ziegenhaltung, Pferdehaltung, der Rinderzucht sowie aus dem jagdlichen Bereich die aktuellen Probleme der Weidetierhaltung zu diskutieren.

Gerade in Anbetracht der nach wie vor stattfindenden zahlreichen Wolfrisse im Westerwald nutzten viele Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich vor Ort ein Bild von den praktischen Auswirkungen der zunehmenden Wolfspopulation zu machen. Auch die neue Staatssekretärin im Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten, Dr. Kristina Brixius, besuchte die Veranstaltung und nahm sich viel Zeit, um mit den betroffenen Tierhaltern zu sprechen. Ebenso waren Vertreter der benachbarten Kreisbauernverbände aus Nordrhein-Westfalen und Hessen anwesend, um deutlich zu machen, dass die gesamte Mittelgebirgsregion länderübergreifend hinsichtlich des beim Umgangs mit dem Wolf zusammenarbeiten muss. Der Wolf macht schließlich nicht vor Ländergrenzen halt.

Neben dem Gespräch mit den Politikern und Verbändevertretern hatten die Gäste die Möglichkeit, Schafen, Ziege, Rinder und Pferde hautnah zu erleben und über die Sorgen der Tierhalter zu diskutieren. Stefan Fiedler, Vizepräsident des BWV, richtete deutliche Worte an die Vertreter der Politik: „Wir brauchen keine Sonntagsreden, sondern ein klares Bekenntnis zur Tierhaltung und der damit verbundenen Ernährungssicherheit sowie konkrete Maßnahmen, um die Weidetierhaltung in den Mittelgebirgsregionen langfristig zu sichern!“