Brüssel. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Marco Weber, nutzte die Gelegenheit, sich in Brüssel bei aktuellen europäischen Umweltthemen einzubringen. Im Rahmen der vom Deutschen Bauernverband organisierten Fachtagung des Umweltausschusses, in dem die Fachleute der Landesbauernverbände organisiert sind, wurden aktuelle umweltpolitische und umweltrechtliche Fragen erörtert.
Marco Weber forderte im persönlichen Austausch mit Vertreterinnen der EU-Kommission, des Parlaments und verschiedener Fachverbände, bei den politischen Überlegungen der EU immer auch die Auswirkungen auf das gesamtgesellschaftliche Gefüge im Blick zu haben. Einseitige Forderungen, beispielsweise nach Schutz des Grünlandes oder einzelner Arten, ohne dabei die weitreichenden Auswirkungen auf die Landwirtschaft und den Weinbau im Blick zu haben, lehnte er ab. Die Landwirtschaft müsse gerade in Krisenzeiten gestärkt werden, um ihrer Funktion als Erzeuger von wertvollen Lebensmitteln und Rohstoffen gerecht werden zu können. „Wir brauchen“, so Weber, „eine leistungsfähige Landwirtschaft mit sicheren Planungsgrundlagen für die jungen Bauern und Winzer, um die langfristigen wirtschaftlichen Grundlagen für die Betriebe zu sichern. Hierzu muss die EU aktiv beitragen, anstatt durch eine Überregulierung und einseitige Forderungen, beispielsweise bei der Überarbeitung der deutschen Düngeverordnung zur Umsetzung der Nitratrichtlinie, die wirtschaftlichen Grundlagen der Betriebe zu gefährden.“