Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

21.01.2016 - Trickdiebe sind unterwegs

Rauchmelder in Wohnungen - Vorsicht vor der Feuerwehr!

Koblenz. In Rheinland-Pfalz gilt seit mehr als 10 Jahren eine Pflicht zur Installation von Rauchmeldern. Galt diese anfangs nur für Neu- und Umbauten, so wurde diese wichtige kleine technische Einrichtung auch für bestehende Wohnungen verpflichtend eingeführt.

Nach dem Ende der Nachrüstpflichten muss in Rheinland-Pfalz in jedem Schlafzimmer, jedem Kinderzimmer und jedem Flur, der als Rettungsweg dient, seit dem Jahr 2012 ein solcher Rauchmelder vorhanden sein. Auch in anderen Bundesländern gilt diese Pflicht bis auf wenige Ausnahmen flächendeckend.

Die Pflicht zum Einbau von Rauchmeldern, vor allem in einer vernetzten Version, ist eigentlich eine gute Sache. Durch eine kleine Investition können Menschenleben gerettet werden, so dass Eigentümer von Wohnungen nicht nur vor dem Druck der gesetzlichen Regelungen, sondern vor allem zum Schutz von Leib und Leben der eigenen Person oder der Mieter die Installation - sofern nicht längst geschehen - vornehmen (lassen) sollten.

Doch die Pflicht zum Einbau von lebensrettenden Rauchmeldern hat auch ihre Schattenseite. Denn offensichtlich nutzen Trickdiebe, die sich als Feuerwehrleute ausgeben, den Vorwand, die ordnungsgemäße und gesetzmäßige Installation der Rauchmelder überprüfen zu wollen, um sich Zugang zu Wohnungen gutgläubiger Bürger zu verschaffen. Sind die Betrüger, die meist zu mehreren Personen auftreten, erst einmal in der Wohnung, dann werden Gelegenheiten gesucht, sich kurze Zeit alleine in einzelnen Räumen aufzuhalten und in dieser Zeit nach Geld und anderen Wertsachen zu suchen, während der „amtliche Kontrolleur“ eifrig Notizen fertigt. Gerade gegenüber älteren und alleinstehenden Menschen führt diese Masche gelegentlich zum gewünschten Erfolg der Diebe. Auch bei „amtlichen“ Personen ist daher stets ein gesundes Maß an Skepsis angebracht. Es ist grundsätzlich darauf hinzuweisen, dass die Feuerwehr nicht berechtigt ist, das Vorhandensein oder die Funktionsfähigkeit von Feuermeldern zu überprüfen. Generell gilt, dass fremde Personen keinen Zutritt zu Wohnungen erhalten sollten. Im Zweifel sollten sich Betroffene immer einen Dienstausweis zeigen lassen und diesen auch sorgsam überprüfen, um Schaden zu verhindern.