Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

02.01.2019 - Braugerstentagung

Die Sieger des Braugerstenwettbewerbs präsentierten während der Braugerstentagung Proben ihrer Qualitätsgerste. (V.l. Dr. Georg Stettner, Walter Reineck, Ökonomierat Heribert Metternich, Hagen Crummenauer, RWZ Worms, Frans van Wilgen, Hesselbach, Stefan Hasenfuß, Marnheim, Bernhard Storr, Dautenheim, Georg Vollrath, Neuerkirch und Karl Riedesser)

Überragendes Braugerstenjahr geht zu Ende

Emmelshausen. Der Vorsitzende der Fördergemeinschaft Braugerste Rheinland-Pfalz, Heribert Metternich, ist begeistert vom Braugerstenjahr 2018: Es habe viele schwierige Situationen in der Landwirtschaft gegeben, aber die Braugerste habe vom warmen, trockenen Sommer profitiert. Nach der Aussaat Ende März, Anfang April sei die Braugerste schnell und gleichmäßig aufgelaufen. Die Sonnenscheinstunden hätten deutlich über dem langjährigen Mittel gelegen. Lediglich punktueller Hagelschlag habe einzelne Standorte in Mitleidenschaft gezogen.

In den Wärmelagen habe die Sorte Avalon überzeugt, während in den Höhenlagen überwiegend die Sorte Catamaran angebaut worden sei. Mit 37.500 Hektar nehme die Sommergerste über neun Prozent der Ackerfläche ein. Metternich weiter: „Bereits Ende Juni, so früh wie nie, begann die Braugerstenernte. Mit rund 57 Dezitonnen pro Hektar lag der Ertrag im Durchschnitt sechs Dezitonnen über dem Ertrag des Jahres 2017. 90 Prozent der Sommergerste konnte als Braugerste vermarktet werden, während dies 2017 bei nur 40 Prozent der Ware möglich war. Dies zeigt, wie außerordentlich gut das Braugerstenjahr 2018 war. Mit durchschnittlich 90,5 Prozent Vollgerste und 10,5 Prozent Protein sind auch die Qualitäten überzeugend. Die Preise mit zuletzt fast 230 Euro pro Tonne stellen die Erzeuger zufrieden. Auch der Preisabstand zu den übrigen Getreidearten geht in Ordnung. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt in 2018“.

Erfreulich sei auch der steigende Bierumsatz weltweit um drei Prozent. Die Braugerste erfülle zudem eine Forderung der Gesellschaft. Sie benötige weitaus weniger Stickstoff als andere Kulturarten, machte Metternich deutlich.