Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

14.09.2018 - Afrikanische Schweinpest bei Wildschweinen

Aufruf an Landwirte und Jäger

Koblenz. Gestern wurde bei zwei tot aufgefundenen Wildschweinen in Belgien, im Dreiländereck Frankreich, Luxemburg, Belgien, etwa 60 km von der deutschen Grenze entfernt in der Gemeinde Etalle (Provinz Luxemburg) die Afrikanische Schweinepest festgestellt. Die Feststellung erfolgte in Folge von Überwachungsmaßnahmen in der Wildschweine-Population. Anfang 2018 wurde in Belgien eine nationale Task force eingerichtet, die jetzt alle Maßnahmen koordiniert.

Auf der Homepage des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau finden Sie wichtige Informationen rund um das Thema Afrikanische Schweinepest.

Der Verband bittet alle Schweinhalter, die Biosicherheit auf dem Betrieb hoch zu halten. Lassen Sie keine fremden Fahrzeuge und Personen einfach auf das Betriebsgelände fahren. Achten Sie beim LKW, der das Futter bringt oder Tiere abholt, unbedingt auf eine klare Trennung der Zufahrtswege. Denken Sie an die Schadnager-Bekämpfung. Melden Sie sich hier für das Agrarinfo Schwein an, um aktuelle Informationen zu erhalten.

Alle Betriebsleiter mit Saisonarbeitskräften aus Osteuropa werden gebeten, diese gesondert zu sensibilisieren! Wer Lebensmittel mitbringt, kann den Erreger einschleppen. Das gilt natürlich auch für „Urlaubsmitbringsel“. Der Bauern- und Winzerverband bietet ebenso wie der Arbeitgeberverband mehrsprachige Erläuterungen an. Auch in der Familie tätige Pflegekräfte aus Osteuropa sollten angesprochen werden.

Die Jäger bittet der Verband in der notwendigen deutlichen Reduzierung des Wildschweinebestandes nicht nachzulassen. Jagdtourismus in ASP-Gebiete darf es selbstverständlich nicht geben.