Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

06.08.2018 - Dürre

Futterknappheit im Ökolandbau

Bad Kreuznach. Regional kommt es aufgrund fehlender Niederschläge zu Futterknappheit. Auch die hohen Temperaturen über 30°C führen zum Stillstand des Wachstums. Überschlägig fehlen in den betroffenen Regionen ca. zwei Monate an Futterreserve, teilte das Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau (KÖL) am DLR Rheinhessen-Nahe in Bad Kreuznach aktuell mit. Um Futterknappheit auszugleichen hätten die Öko-Betriebe die Möglichkeit, über ihre Öko-Kontrollstelle bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) einen Antrag auf Zukauf von konventionellen Raufuttermitteln zu stellen. Antragsformulare können hier oder bei der ADD heruntergeladen werden.

Das KÖL weist daraufhin, dass bei Betrieben, die einem Ökoverband angeschlossen sind, in der Regel noch eine Stellungnahme des Verbandes notwendig ist.

Wie der Presse entnommen werden konnte, hat die Molkerei Arla Foods ihre Mitglieder darüber informiert, dass ihr das Vertrauen der Verbraucher und Handelsketten in die Bio-Milch so wichtig ist, dass sie für die Erzeugung der Bio-Produkte keine Milch einsetzen wird, für deren Herstellung nicht ökologisch produziertes Futter verwendet worden ist. Deshalb würden Arla-Lieferanten, die von der nach EU-Recht möglichen Ausnahmemöglichkeit Gebrauch machen und aufgrund der Futternot konventionelle Rauhfuttermittel zukaufen müssten, keinen Bio-Milchpreis erhalten. Arla weist auch darauf hin, dass der konventionelle Status ab dem Tag, an dem der Landwirt wieder die vollständige Bio-Fütterung einhält, sechs Monate lang anhält.