Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

16.04.2018 - Die Afrikanische Schweinepest rückt näher

Bauern- und Winzerverband rät zu äußerster Vorsicht und konsequenter Hygiene

Koblenz. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist ebenso wie die Klassische Schweinepest (KSP) eine hoch ansteckende, anzeigepflichtige Viruserkrankung mit seuchenhaftem Verlauf, die ausschließlich Haus- und Wildschweine befällt und für den Menschen ungefährlich ist.

Ein Ausbruch einer dieser Seuchen hätte katastrophale wirtschaftliche Schäden für Schweinehalter zur Folge. Mit dem Auftreten der ASP würde der deutsche Schweinemarkt hart getroffen. Die Handelsrestriktionen und Vermarktungsbeschränkungen für Hausschweine, Fleisch und Fleischerzeugnisse von Haus- und Wildschweinen wären enorm hoch. Dies gilt für den nationalen Handel, aber auch für die EU und insbesondere für den Handel in Drittländer. Die Vermarktungsrestriktionen würden voraussichtlich über Jahre andauern.

Bisher ist kein Fall von ASP in Deutschland aufgetreten. Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) bewertet das Risiko einer Einschleppung der ASP nach Deutschland insgesamt aber als hoch und ruft zur erhöhten Wachsamkeit auf.

Das höchste Risiko für eine Ausbreitung der Schweinepest geht von mit ASP-Viren kontaminierten Lebensmitteln aus, die auf Parkplätzen entlang von Straßen und Picknickplätzen im Wald entsorgt werden und zu denen Wildschweine Zugang haben. Dabei spielen Reisende, LKW-Fahrer aber auch Saisonarbeitskräfte, Forstarbeiter und Pflegepersonal aus den betroffenen Gebieten eine Rolle. Jägern ist derzeit von Jagd-Reisen in die betroffenen Gebiete abzuraten. Besondere Vorsicht müssen Jäger walten lassen, die zugleich Schweinehalter sind.

Generell ist es verboten, Lebensmittel, die Teile von Haus- oder Wildschwein enthalten, aus den betroffenen Gebieten im Baltikum, Russland, Weißrussland, Ukraine, Polen oder Tschechien nach Deutschland einzuführen.

Den Haltern von Hausschweinen ist zu empfehlen, die Biosicherheitsmaßnahmen in ihren Betrieben zu überprüfen, die Vorgaben der Schweinehaltungshygiene-Verordnung einzuhalten und gegebenenfalls eine Ertragsschadenversicherung abzuschließen bzw. zu überprüfen.

Menschen und andere Haustiere können sich nicht anstecken! Das ASP-Virus stellt keine Gefahr für Menschen dar. Auch Fleisch von den empfänglichen Schweinen kann unter Beachtung der empfohlenen Hygiene weiterhin unbedenklich verzehrt werden.

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