Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

14.02.2018 - Düngeverordnung

Düngebedarfsermittlung muss durchgeführt werden

Koblenz. Die Düngebedarfsermittlung ist im Rahmen der Düngeverordnung verpflichtend durchzuführen. Betriebsinhaber müssen vor dem Aufbringen von mindestens 50 Kilogramm Stickstoff oder 30 Kilogramm Phosphat pro Hektar und Jahr diese Bedarfsermittlung erarbeiten. Hierauf macht der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau aufmerksam. Ein ausführlicher Bericht ist hierzu der Rheinischen Bauernzeitung Nr. 6 vom 10. Februar 2018 ab Seite 17ff zu entnehmen.

Die Bedarfsermittlung ist notwendig, um eine anstehende Düngung ordnungsgemäß sowie sachgerecht durchführen zu können und sie muss daher vor der Düngung der jeweiligen Kulturen dem Landwirt vorliegen. Sie ist darüber hinaus für die Nährstoffbilanzierung notwendig, die erstmals ab 31. März 2019 in jedem landwirtschaftlichen Betrieb vorliegen muss, der mehr als 15 Hektar bewirtschaftet oder einen jährlichen Nährstoffanfall aus Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft von über 750 Kilogramm Stickstoff pro Betrieb aufweist. Es ist dabei der Nährstoffbedarf für jeden Schlag oder jede Bewirtschaftungseinheit, das sind Schläge mit gleicher Kultur, gleicher Bewirtschaftung und gleichen Standortbedingungen, zu ermitteln.

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau hilft bei Fragen gerne weiter. Die jeweilige Kreisgeschäftsstelle erteilt hierüber entsprechende Auskunft. Darüber hinaus ermöglicht das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück den Düngebedarf über den N-Düngeplaner selbst zu erstellen. Unter der Homepage des DLR kann das jeweils aktuelle Düngebedarfsermittlungsprogramm eingesehen und genutzt werden.