Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

03.02.2017 - Geschmacklose Kampagne

Werden Bauern im Wahlkampf missbraucht und verunglimpft?

Koblenz. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, ist wie alle Bäuerinnen und Bauern entsetzt über die Kampagne der Bundesumweltministerin, Dr. Barbara Hendricks (SPD), die mit „neuen Bauernregeln“ die Landwirte unter anderem als Umweltsünder in die Ecke stellt und deren tägliche Arbeit diffamiert. Die generalisierende Verunglimpfung durch ein Mitglied der amtierenden Bundesregierung sei ein Affront gegen einen gesamten Berufstand und müsse auch in der Bundesregierung ein Nachspiel haben.

Die Landwirte fragen aber auch und zu Recht, ob das schon der Beginn des SPD-Wahlkampfes sei. Es sei nicht hinzunehmen, dass eine SPD-Politikerin in verantwortlicher Position ihre ideologischen Vorstellungen zu Lasten eines gesamten Berufsstandes plakatiere. Dies gelte umso mehr, da nicht alle SPD-Politiker die Absichten Hendricks teilen würden. Horper werde dies auch persönlich gegenüber dem neuen Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz, der sich als Sachwalter hart arbeitender Menschen präsentiert, Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und der Generalsekretärin der SPD, Katarina Barley, deutlich machen und die sofortige Einstellung dieser Veröffentlichungen einfordern.

„Es ist außerdem nicht zu akzeptieren, dass Steuergelder für Aktionen eingesetzt und verschwendet werden, die dazu dienen, einen ganzen Berufszweig in den Schmutz zu ziehen. Ich werde daher den Bundesrechnungshof auffordern, diese Aktion zu überprüfen. Die Bäuerinnen und Bauern sind deutschlandweit entsetzt über das Verhalten dieser Bundesministerin. Mit welchem Recht kann eine Ministerin so agieren, fragen sie sich zu Recht!“