Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

26.10.2016 - Arbeitsgemeinschaft der Landjugendverbände Rheinland-Pfalz

Minister Dr. Volker Wissing freute sich sichtlich über die prachtvolle Erntekrone der Landjugend.

Landjugend überreichte Erntekrone an Minister Wissing

Koblenz. Seine erste Erntekrone erhielt Minister Dr. Volker Wissing in der vergangenen Woche von der Arbeitsgemeinschaft der Landjugendverbände Rheinland-Pfalz. Sie wird in der nächsten Zeit das Foyer des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Mainz schmücken.

Sarah Harff-Cassel, Vorsitzende der Landjugend Rheinhessen-Pfalz, überreichte die in diesem Jahr von der Landjugend Rheinhessen-Pfalz gebundene Erntekrone als Symbol der Verbundenheit und des Danks an Wissing. Mathias Genn, Vorsitzender der Landjugend Rheinland-Nassau, betonte, dass die Situation in Landwirtschaft und Weinbau gerade in diesem Jahr sehr schwierig gewesen sei.

„Landwirte und Winzer müssen von ihrer Arbeit leben können“, so Minister Wissing, dankte für die Erntekrone und freute sich sichtlich darüber. Im anschließenden Gespräch stellte er sich den Fragen der Landjugendlichen und diskutierte mit ihnen. Der Minister sicherte ihnen im Rahmen der Möglichkeiten seine Unterstützung zu, wies aber auch deutlich auf die notwendige Einhaltung der Schuldenbremse in Rheinland-Pfalz hin. Er wolle sich gemeinsam mit den Landjugendlichen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz einsetzen, betonte er. Er habe auch kein Problem damit, seine Meinung, wo es notwendig sei, sehr deutlich zu vertreten. Ihm sei es wichtig, den Standort Rheinland-Pfalz für die Landwirtschaft und den Weinbau zu sichern.

2016 sei für Landwirte und Winzer ein sehr schwieriges Jahr gewesen. Ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wäre das Jahr 2016 ganz schwierig geworden. Der technologische Fortschritt müsse deutlich gefördert werden. Beispiele seien hier u.a. die moderne Gülleausbringung und Düngung. Es gebe bereits eine Verbesserung der Fördermöglichkeiten. Und erst kürzlich habe er einen Innovationspreis für einen Traubenvollernter für Steillagen vergeben. Er sehe sehr große Chancen gerade im Bereich des technologischen Fortschritts in Landwirtschaft und Weinbau. Diese gelte es zu nutzen.

Die Landjugendlichen baten um die Unterstützung des Berufswettbewerbs der deutschen Landjugend in Rheinland-Pfalz im kommenden Jahr, die Minister Wissing auch zusagte. „Im Berufswettbewerb werden Erfahrungen gesammelt, er unterstützt die Prüfungsvorbereitungen und die Teilnehmer nutzen ihn, um Netzwerke zu knüpfen. Für mich war der Berufswettbewerb der Start meines ehrenamtlichen Engagements“, erklärte Carsten Horter von der Landjugend Rheinhessen-Pfalz. Viele Landjugendliche finden über den Berufswettbewerb Zugang zu einem ausgeprägten ehrenamtlichen berufsständischen Engagement. Minister Wissing übernahm gerne die Schirmherrschaft über den Berufswettbewerb der deutschen Landjugend in den Sparten Landwirtschaft, Weinbau, Forst- und Hauswirtschaft im kommenden Jahr. „Es ist ganz großartig, was Landjugend macht“, lobte Minister Wissing das Engagement der Landjugendlichen. Auch Themen wie die Fortführung des Ausbildungsgipfels für die grünen Berufe, die Junglandwirteförderung, die sehr angespannte Personalsituation an den DLR in Beratung und Ausbildung, die allgemeine Verkehrsinfrastruktur und der unzureichende Breitbandausbau in Rheinland-Pfalz sprachen die Landjugendlichen an.

Für Wissing sei die Digitalisierung ein großer Schwerpunkt seiner Arbeit. „Digitalisierung bietet gerade auch für den ländlichen Raum große Chancen.“ Und auch die Verkehrswege müssten in Ordnung sein. Hier sei noch einiges zu tun. Im Bereich des Handynetzes strebe er ein Modellprojekt für Rheinland-Pfalz an.

Abschließend dankte Mathias Genn Minister Wissing für das offene und konstruktive Gespräch. Minister Wissing betonte, dass mit ihm ein Austausch immer möglich und ihm persönlich wichtig sei. „Sprechen Sie mich an, schreiben Sie mir. Es soll Spaß machen, in Rheinland-Pfalz zu leben.“