Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

01.09.2016 - Agrarinvestitionsförderprogramm

Ab sofort Antrag auf Förderung von Maschinen und Geräten der Außenwirtschaft möglich

Koblenz. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau weist darauf hin, dass Anträge zum Kauf von neuen Maschinen und Geräten der Außenwirtschaft, die zu einer deutlichen Minderung von Emissionen bei der Ausbringung von Wirtschaftsdüngern oder zu einer deutlichen Minderung der Umweltbelastungen bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln führen ab sofort gestellt werden können. Die Bewilligungsphase beginnt ab dem 01.12.2016. Die förderungsfähigen Ausgaben müssen mindestens 20.000 Euro betragen und können bis zu 20 Prozent gefördert werden. Diese Maßnahme im Rahmen des Agrarinvestitionsförderprogramms ist bis zum 31.12.2019 befristet.

Gefördert werden Geräte zur Ausbringung von Wirtschaftsdüngern, insbesondere Injektionsgeräte für die Ausbringung von Gülle, Gärresten, Jauche und Sickersaft mit und ohne Pumptankwagen, an Pumptankwagen angebaute Geräte zur Direkteinarbeitung von Gülle, Gärresten, Jauche und Sickersaft, wie Grubber, Scheibeneggen, Scheibenschlitzgeräte und vergleichbare Techniken, mit und ohne Pumptankwagen, Schleppschuhverteiler mit und ohne Pumptankwagen.

Ebenfalls werden Geräte zu Anwendung von Pflanzenschutzmitteln gefördert. Förderfähig sind Spritz- und Sprühgeräte für den Obst- und den Weinbau, die nicht angelagerte Spritzflüssigkeit auffangen und in den Tank zurückfördern und die Abdrift um mindestens 90 Prozent gegenüber herkömmlichen Sprühgeräten verringern können, ohne die Wirksamkeit der Anwendung zu verringern, Pflanzenschutzgeräte mit Sensorsteuerung, die entweder Lücken in der Zielfläche erkennen und die Düsen entsprechend abschalten oder die z. B. in Flächenkulturen Unkräuter oder Pilzbefall erkennen und die Düsen entsprechend einschalten, Feldspritzgeräte mit Assistenzsystemen zur automatischen Teilbreitenschaltung und Gestängeführung und automatischer Innenreinigung, Feldspritzgeräte mit Mehrkammersystemen zur gezielten teilflächenspezifischen Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln.

Die Pflanzenschutzgeräte müssen vom Julius-Kühn-Institut geprüft und anerkannt worden sein. Selbstfahrende Maschinen sind sowohl bei der Ausbringung von Wirtschaftsdüngern als auch bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln nicht förderfähig. Hier finden Sie die Links zu den Förderungsrichtlinien und den Verfahrensunterlagen.