Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

04.07.2016 - Landwirtschaftlicher Arbeitgeberverband Rheinland-Nassau

Gesetzlicher Mindestlohn: 8,84 Euro ab dem 1. Januar 2017

Koblenz. Die Mindestlohnkommission hat den Beschluss gefasst, den gesetzlichen Mindestlohn zum 1. Januar 2017 von 8,50 Euro auf 8,84 Euro brutto/Stunde zu erhöhen. Die Mindestlohnkommission besteht aus einem Vorsitzenden, sechs stimmberechtigten Mitgliedern, die auf Vorschlag der Spitzenorganisationen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer von der Bundesregierung berufen werden, und zwei beratenden Mitgliedern. Durch Geschäftsordnung hatte sie festgelegt, dass der Mindestlohn der Entwicklung der Tariflöhne folgen soll, die das Statistische Bundesamt berechnet. Nur bei besonderen, gravierenden Umständen kann die Kommission mit einer Zweidrittelmehrheit davon abweichen. Im Vorfeld hatte die Mindestlohnkommission u.a. eine Vielzahl von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen, auch den Gesamtverband der deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände, um schriftliche Stellungnahme gebeten.

Mindestlohn in Landwirtschaft und Weinbau

Der Mindestentgelttarifvertrag für Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau regelt, abweichend vom gesetzlichen Mindestlohn, bis zum 31. Dezember 2017 das Mindestentgelt in der Branche. Damit gilt der gesetzliche Mindestlohn in Höhe von 8,84 Euro brutto/Stunde für Arbeitnehmer in der Landwirtschaft und im Weinbau sowie im Forst und Gartenbau erst ab dem 1. Januar 2018. Im Jahr 2016 gilt für die vorgenannten Arbeitnehmer ein Mindestlohn nach dem Mindestentgelttarifvertrag in Höhe von 8,00 Euro brutto/Stunde.