Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

26.04.2016 - „Wir sind Arla“

Eva-Maria Kemper, Alexander Breuer, Heribert Breuer, Gudrun Breuer, Wolfgang Rommel und Manfred Graff (von links) möchten mit der Öffentlichkeitskampagne der Genossenschaftsmolkerei Arla den Verbrauchern deutlich machen, dass sie mit dem Kauf ihrer Produkte die Bauern in der Eifel unterstützen.

Arla startet Verbraucherkampagne

Winringen. „Wir sind Arla“ – mit diesen Worten startete Manfred Graff, der Vorstandsvorsitzende der MUH Arla eG, auf dem Betrieb der Familie Heribert und Gudrun Breuer in Winringen eine Öffentlichkeits-Kampagne. Arla sei die drittgrößte Molkerei in Mitteleuropa und die Nummer fünf in der Welt. Dies führe in der Öffentlichkeit zu einer Entfremdung, der entgegengewirkt werden müsse. Graff machte deutlich, dass die Verbraucher beim Kauf von Arla-Produkten schließlich eine Genossenschaft unterstützen würden, der viele Eifelbauern angehörten. Arla sei schließlich im Besitz von über 12.600 Landwirten, darunter auch zahlreiche Mitglieder der ehemaligen MUH-Genossenschaft.

Mit der Präsentation des neuen Produktsiegels „Gehört uns Milchbauern“ solle künftig auf den Arla-Produkten deutlich gemacht werden, dass schließlich die Milchbauern die Eigentümer der Genossenschafts-Molkerei seien. Graff erläuterte auch die Bedeutung von Arla für die Molkereiwirtschaft. So erfasse das Unternehmen über 14 Milliarden Liter Milch und habe einen Umsatz in Höhe von 10,3 Milliarden Euro. 19.000 Menschen seien bei Arla beschäftigt.

Pressesprecher Wolfgang Rommel und die für die Kampagne hauptverantwortliche Mitarbeiterin Eva-Maria Kemper machten deutlich, dass neben der Einführung des neuen Produktsiegels die Verbraucherkampagne „Wir sind Arla“ noch weitere Initiativen umfasse. Das Wissen über moderne Landwirtschaft sei bei vielen Verbrauchern lückenhaft und oft durch Vorurteile geprägt. Arla habe es sich zum Ziel gesetzt, ein realistisches Bild der modernen und höchste Qualitäten erzeugenden Michviehhaltung zu vermitteln. Daher hätten sich fünf landwirtschaftliche Milchviehbetriebe deutschlandweit bereit erklärt, in diesem Sommer ihre Hoftore zu öffnen. Damit wolle Arla der Genossenschaft ein „Gesicht geben“. Mit der Kampagne werde der Verbraucher einerseits darüber informiert woher die Milch und Milchprodukte der Arla-Genossenschaft kommen würden und andererseits solle die Aktion das „Wir-Gefühl“ der Bauern stärken und die Verbraucher und Bauern zusammenführen.

Betriebsleiterin Gudrun Breuer machte deutlich, dass es ihr Ziel sei, den Menschen zu zeigen, wie Landwirtschaft betrieben werde. Sie möchte dabei einen Kontrapunkt zu vielen Medienberichten setzen, die insbesondere berichten würden, wie Landwirtschaft nicht funktioniere. Das falsche Bild in den Köpfen der Menschen müsse nach und nach korrigiert werden. Der Betrieb der Familie Heribert und Gudrun Breuer beteilige sich daher gerne an der Aktion und werde deshalb mit seinen ca. 100 Milchkühen am Sonntag, den 12.06.2016, einen Hoftag veranstalten. Die Verbraucher könnten sich vor Ort davon überzeugen, dass Arla-Produkte auch aus der Eifel kämen und somit von der Unterstützung dieser Marke auch die heimischen Bauern profitieren würden.