Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

02.06.2016 - Landfrauenverband und Ernährung

Bei der Pflege der Pflanzen findet das Lernen ganz nebenbei statt.

Ein Kinder-Garten im Kindergarten

Betzdorf. Früh übt sich, wer lecker und gesund essen will, wer Freude an der Natur und am Garten hat, wer Äpfel von Birnen unterscheiden kann, wer weiß, dass die Kartoffeln nicht aus dem Supermarkt kommen usw.

Wo findet man die neugierigsten und aktivsten Menschen? Natürlich bei den Kleinen im Kindergarten. Für sie ist alles spannend und interessant und vor allem wollen sie überall mitmachen. Da findet das Lernen dann ganz nebenbei statt. Also der beste Ort, um die Liebe, die Freude und die Ehrfurcht an der Natur zu „säen“.

Genau das ist ein Schwerpunkt des Kindergartens Kir(s)chkern in Betzdorf an der Sieg. Vor einigen Jahren wurde damit begonnen das Außengelände in einen großen Kinder-Garten umzugestalten - mit einer Kräuterspirale, einem Hochbeet, Nussbäumen, einem Apfelbaum und Beerensträuchern. Seit dem letzten Jahr gibt es ein Tomatenhaus und mehrere „Schubkarrengärten“. Neben dem Pflanzen und Gärtnern ist ja das Ernten von größter Bedeutung, denn „draußen schmeckt es ja richtig gut.“

Dieses Jahr wurden die Bemühungen durch das Projekt „Gartenkinder“ des Deutschen Landfrauenverbandes mit der Stiftung „Besser essen - Besser leben“ unterstützt. Aus einem Riesenkarton kamen ein Anzuchthaus, Erde, Samen, kleine Gartengeräte und ein Ordner zum Vorschein. Der Ordner ist kindgerecht gestaltet, sodass Kinder anhand von Bildern selbständig erkennen können, was zu tun ist. Dazu gibt es viele Informationen und Tipps sowie weiterführende Buchvorschläge. Also ein rundum praktisches und informatives Medium für den Gärtneralltag. Auch praktische Ideen für die Erzieherinnen fehlen nicht.

Das war natürlich sehr motivierend, wo doch die Gärtner sowieso im Frühling ungeduldige Wesen sind. Also nichts wie ran und alles besorgen, säen, gießen, warten und dann Ärmel hoch und auspflanzen - und ganz viel Spaß dabei haben. Der Spaß und das Beobachten, was weiter mit den Pflanzen geschieht, werden die Kinder und Erzieherinnen sicher über den Sommer hin weiter begleiten.