Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

13.01.2016 - Forderung des Berufsstandes erfüllt

Landwirte dürfen Zwischenfrüchte ab 15.1. umbrechen

Koblenz/Mainz. Die Landwirte in Rheinland-Pfalz dürfen Zwischenfrüchte schon ab dem 15. Januar und damit einen Monat früher als bundesgesetzlich vorgesehen, einarbeiten. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, begrüßt diese Regelung, die der Verband bereits seit Februar 2015, also vor fast einem Jahr, gefordert habe.

Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken teilte nun am Dienstag mit, dass eine entsprechende Landesverordnung erlassen werde.

Es war die Forderung des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, dass alle Betriebe von dieser Regelung profitieren können und nicht nur in einigen Regionen. Dies sei nun aufgrund der witterungs- und klimabedingten Besonderheiten im Land möglich. Horper zeigte sich erfreut darüber, dass die Ministerin dieser Forderung gefolgt sei. Für viele landwirtschaftliche Betriebe im Land sei ein möglicher Umbruch ab Januar sinnvoll und wichtig. Es sei geradezu entmündigend, was vor allem seitens der EU den deutschen Bauernfamilien zugemutet werde. Er werde sich daher weiter dafür einsetzen, dass den landwirtschaftlichen Unternehmern auch weiterhin Entscheidungsspielräume erhalten blieben. Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg seien nun die beiden einzigen Bundesländer, die einen vorzeitigen Umbruch der Zwischenfrüchte ermöglichen. Allerdings müssten Umbruchverbote nach anderen Vorschriften, beispielsweise zur Erosionsvermeidung, beachtet werden.