Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

03.02.2016 - Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Qualitätsgetreide

Vorsitzender Wolfgang Schöben analysierte die aktuellen Getreidepreise. Die Gründe für die niedrigen Preise hätten sich regelrecht manifestiert. Er hoffe auf die kommende Ernte.

Novellierung der Düngeverordnung geht in die letzte Runde

Laubach. Während der Mitgliederversammlung der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften Qualitätsgetreide Rhein-Mosel-Höhen informierten sich die Teilnehmer u. a. über den aktuellen Stand zur Novellierung der Düngeverordnung und über das NITNET-System und dessen Entwicklung.

Wolfgang Schöben aus Orenhofen wurde einstimmig als Vorsitzender der Vereinigung bestätigt. Als Stellvertreter wurde Ernst Schäfer aus Steiningen bestätigt. Neu wurde Jürgen Wilhelms aus Liesenich zum Stellvertreter gewählt.

Schöben erläuterte den Vegetationsverlauf und die aktuelle Situation auf dem Getreidemarkt. Die Mühlen hätten sich bereits bis zur neuen Ernte mit Weizen eingedeckt. Somit seien steigende Preise kaum mehr zu erwarten. Zudem habe der Markt beeinflussende Ölpreis ungeahnte Tiefen erreicht. Die gesamte wirtschaftliche Situation in der Landwirtschaft sei unbefriedigend.

Der Referent des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Herbert Netter, erläuterte den aktuellen Stand zur Novellierung der Düngeverordnung. So werde die Einarbeitungszeit der Gülle bei vier Stunden belassen und nicht auf eine Stunde reduziert werden. Kritisch sei u.a., dass nur zu Wintergerste, Winterraps und Zwischenfrüchten im Herbst eine Andüngung möglich sein werde. Diese Ausnahmen seien zwar prinzipiell ein Erfolg des Berufsstandes, eine Andüngung des gesamten Wintergetreides sei allerdings sinnvoll. Er kritisierte scharf die Einschränkungen des Unternehmertums durch restriktive Regelungen. Weiter ging er auf die neuen Abstandsregelungen, Sperrfristen und die Länderöffnungsklausel ein.

Anschließend erläuterte Katrin Wenzel von der Firma Bolamix aus Kirchberg, die Erfolge des NITNET-Systems in der abgelaufenen Saison und die künftige Entwicklung bezüglich der Netzwerkfähigkeit der jeweiligen Geräte. Die Zukunft gehe eindeutig in eine Vernetzung der Analysegeräte.

Am Ende der Sitzung diskutierten die Mitglieder über die künftige Entwicklung und die Neuausrichtung der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften.