Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.

04.03.2016 - BWV-Öffentlichkeitsausschuss

Horst Klöppel, Michael Horper, Peter Berndgen (v. l. n. r.) und die Mitglieder des Öffentlichkeitsausschusses diskutierten über die unterschiedlichen Möglichkeiten, sich der nichtlandwirtschaftlichen Bevölkerung zu präsentieren.

Kampagnenkonzept für eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit

Koblenz. Vergangene Woche konstituierte sich der Öffentlichkeitsauschuss des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau. Unter der Leitung von Präsident Michael Horper wurde der Vorsitzende des Kreisverbandes Rhein-Lahn, Horst Klöppel, als Vorsitzender bestätigt.

Der Referent für Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Herbert Netter, stellte das Kampagnenkonzept für eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Bauernverbandes und der Landesbauernverbände vor. Das Konzept sei sehr flexibel handhabbar und könne vom gesamten Berufsstand in Deutschland genutzt werden. Neben dem Logo und den Plakaten, die für den Wiedererkennungseffekt notwendig seien, könnten die Ideen aller Landes- und Kreisbauernverbände in eine Datenbank eingebracht und somit auch den Berufskollegen zugänglich gemacht werden. Das System basiere auf der Mitarbeit der Kreis- und Ortsverbände.

Der Ausschuss war sich einig, dass eine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit nur gemeinsam mit allen Bauern und Winzern geleistet werden könne. Es sei wichtig, dass die Bauerfamilien verstärkt an öffentlichkeitswirksamen Projekten teilnähmen. Der Vorsitzende Klöppel begrüßte, dass bereits in einigen Kreisverbänden regionale Öffentlichkeitsausschüsse gegründet worden seien, die bereits gute Arbeit leisteten. Es sei wünschenswert, dass alle Kreisverbände diesem Beispiel folgten. Bei Rückfragen und zur Unterstützung von Veranstaltungen stünden selbstverständlich auch die Geschäftsstellen sowie das zuständige Referat des Verbandes zur Verfügung. Präsident Michael Horper begrüßte die Entwicklung und erklärte, dass in Anbetracht der Bedeutung der Landwirtschaft für die Gesellschaft, die Öffentlichkeitsarbeit auf breitere Füße gestellt werden müsse. Das Kampagnenkonzept sei hierfür ein gutes Programm und eine gute Basis. Die Kreisvorstände sollten sich dieser Thematik verstärkt annehmen.

In einem weiteren Vortrag machte Peter Berndgen von der agro-kontakt GmbH deutlich, wie wichtig die Außendarstellung für jeden einzelnen Betrieb sei. Im Durchschnitt aller wirtschaftlich tätigen Unternehmen in Deutschland würden 3,5 % des Umsatzes für Öffentlichkeitsarbeit und Werbung ausgegeben. In der Gruppe der Konsumgüterindustrie seien es sogar bis zu 30 % des Umsatzes. Betriebe, die sich positiv und engagiert präsentierten, seien in der Lage, bei Investitionsvorhaben, Bürgerinitiativen zu verhindern und sogar Verständnis für ihre jeweilige Situation bei den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort zu erzielen. Die Zeiten hätten sich geändert, so Berndgen. Dennoch spiele das Thema „Präsentation und Außenwirkung“ in der landwirtschaftlichen Berufsausbildung nahezu keine Rolle. Umso wichtiger sei es, dass sich die landwirtschaftlichen Unternehmer dieses Themas annähmen und Schulungen der Landwirtschaftsverbände besuchten. Nur so könne die Landwirtschaft der anhaltenden Kritik und Aktionen vieler Nichtregierungsorganisationen, die gegen landwirtschaftliche Tätigkeiten gerichtet seien, nachhaltig und erfolgreich begegnen.

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau beschäftige sich intensiv mit der Öffentlichkeitsarbeit. Nun müsse sie mehr und mehr auch die landwirtschaftlichen Betriebe durchdringen und eine Selbstverständlichkeit in der Betriebsführung werden, betonte Klöppel am Ende der Sitzung.